Als die weltbekannten Buddhastatuen in Bamiyan/Afghanistan vom fundamentalistischen
Taliban Regime mutwillig zerstört wurden, ging ein Aufschrei durch die Welt.
Seit einigen Monaten wird die Rekonstruktion der beiden aus dem 2. und 4. Jahrhundert stammenden
Statuen, die unter dem Schutz der UNESCO standen, von verschiedenen Seiten intensiv diskutiert.
Unter den massgeblichen Initiatoren gefinden sich auch zwei schweizer Institutionen.
Trotz weltweiter Proteste und des Angebots der US-Regierung die Buddhastatuen von Bamiyan in die USA zu transportieren, wurden die
beiden 38 und 53 Meter hohen Statuen am 12. März 2001 von den Taliban in die Luft gesprengt.Der Ort war seit der Hochblüte der Seidenstrasse eine Begegnungstätte
für Islamisten, Hindus und Buddisten und eine der wichtigsten spirituellen Plätze der Afghanen.
Seit geraumer Zeit wird darüber diskutiert, die Statuen originalgetreu zu rekonstruieren.
Einer der Initiatoren ist Paul Bucherer, der Leiter des afghanischen Museums in Bubendorf bei Basel. Der Wiederaufbau
habe hierbei nicht nur kulturhistorischen Wert, Bucherer misst dem Wiederaufbau auch symbolischen Wert
für die Befreiung der Afghanen vom Taliban Regime bei, der zur Identitätsfindung des afghanischen Volkes beitragen könnte.
Die Kosten für das gigantische Projekt, dass zusammen mit der neuen afghanischen Regierung aufgegleist werden soll und laut Umfragen grosse Akzeptanz
in der afghanischen Bevölkerung finden soll, sollen zwischen 30 un 50 Mio Franken betragen.
Auch die Photogrammetrische Institut der ETH Zürich befasst sich mit der Rekonstruktion der Statuen.
Die ETH plant, mittels zusammengesuchtem, hochwertigen Fotomaterial eine 3D-Computer Simulation zu erstellen, die ihrerseits dann in einem zweiten Schritt
für ein Modell im Massstab 1:10 dienen soll.