|
Die Fahrt von Chiang Rai zur Grenzstadt Chiang
Khong verläuft über hügeliges und veretationsreiches
Gebiet. In der Ortschaft herrscht reger Betrieb, der Marktplatz ist
urtümlich und nicht auf die Bedürfnisse von Touristen ausgerichtet.
Vielleicht gerade deshalb hat die kleine Stadt ihren besonderen Reiz.
Die natürliche Barriere zwischen den zwei Ländern bildet
der Mekong. Das erledigen der Formalitäten
verläuft unkompliziert und reibungslos.
|
Grenzübertritt in Chiang Khong
|
Wiedersehen mit dem Mekong
|
Nach über zwei
Jahren bei meinem Besuch in Vietnam
stehe ich wieder am Flusslauf des Mekongs. Der Transport über
den Fluss lässt sich mit kleinen Longtrailbooten bewerkstelligen
und dauert wenige Minuten.
Auch die Einreise auf der anderen Seite verläuft
problemlos. Dem Zollhäuschen angegliedert ist eine kleine Wechselstube,
in der sich die wichtigsten Währungen in die Landeswährung
wechseln lassen.
|
|
Es existieren verschiedene Methoden, um via Schiffsweg
in die Tempelstadt Luang Prabang - wohl eines der
Ziele der meisten Laos-Touristen zu gelangen.
Die Bootstypen unterscheiden sich massgeblich durch
ihre Geschwindigkeit. Die gemächlichste Art ist die Fahrt mit
einem Slow-Long Trail, der die Strecke nach Luang Prabang in zwei
Tagen mit einem Übernachtungsstop in Phakbeng
zurücklegt.
Das Fast Longtrail legt dieselbe Strecke in einem
Tag zurück; die Boote starten allerdings frühmorgens in
Houayxai.
In meinem Falle war ich sehr spät dran und
entschloss mich, um etwas Zeit aufzuholen, die erste Tagesetappe
nach Phakbeng mit einem Speedboat zurückzulegen
und am nächsten Tag mit einem Slow Longtrail die Fahrt gemütlich
fortzusetzen. Eine Entscheidung, die ich im Nachhinein gründlich
bereute - Speedboote sind nicht wirklich was für sensible Gemüter
und auch bei mir, der grundsätzlich Geschwindigkeitsexessen
nicht abgeneigt ist, erhöhte sich manchmal die Körpertemperatur
empfindlich. Ich war froh, als ich nach 3 1/2 Stunden Phakbeng erreichte.
|
Checkin für ein Speedboat
Speedboats: Etwas Holz mit
viel Motor und Farbe
|
|
Fussnoten:
Seit Ende '02
kann man sich das Visa für den Grenzübertritt
auch direkt vor Ort in Chiang Khong beschaffen. Unsere Seite über
die Details zur Visabeschaffung
für Laos kann Euch hier weiterhelfen. Ferner haben wir entsprechende
Seiten für Botschaftsadressen
und einige allgemeine
Infos zu Laos für Euch bereitgestellt.
Die Landeswährung
in Laos ist der Kip. Es existieren 500, 1000, 2000,
5000 und 10'000-er Noten, wobei letztere zwei nicht unbedingt beliebt
sind, da beim Wechseln Probleme auftauchen können. Thailändische
Bath werden aber überall ebenfalls gerne angenommen und sind
quasi zweite Landeswährung. In Dollar und Euro bezahlen kann
man lediglich in den stark von Touristen frequentierten Orten wie
Luang Prabang und Vientiane und
dies ebenfalls nur in den teureren Restaurants und Hotels. Der Schweizer
Franken ist ausserhalb der Hauptstadt und Luang Prabang auch in den
Wechselstuben nicht bekannt und wird nicht umgetauscht - höchstens
erstaunt betrachtet.
Speedboote sind zwar
das mit Abstand schnellste Verkehrsmittel auf dem Wasserweg des Mekongs,
aber etwa so konfortabel wie Stallungen für Legebatteriehennen:
Nicht auf europäische Körpermasse abgestimmt finden in vier-
bis sechs Reihen insgesamt 8-12 Personen Platz. Die Reise erfolgt
mit angezogenen Beinen und Gratistortur für den Rücken inklusive
- dass Sitzbrett mit 20cm hoher Lehne lässt den Fahrgast jede
noch so kleine Welle spüren. Eine weiche Unterlage für den
Rücken ist dringend empfehlenswert - genauso wie ein Ohrschutz:
Die mit Motor der Golf GTI-Klasse ausgestatteten, bis zu 90 Sachen
über das Wasser brausenden und recht instabil wirkenden Boote
verursachen einen höllischen Lärm! Leuten mit Rückenproblemen
raten wir dringend, die langsameren Trailboote zu benutzen!
|