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5) Thailand: Mae Wang und Doi Inthanon Nationalpark

(4990 Wörter in diesem Text)
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Mae Wang
Die erste Reise zu den Bergstämmen


 

Frühstück in einem Karen Dorf

Die richtige Wahl einer guten Trekkingorganisation in Chiang Mai für einen Ausflug zu den Bergvölkern der Karen, Hmong und Akha's zu treffen ist kein leichtes Unterfangen: Gross ist das Angebot an gleichermassen seriösen, wie auch zwiespältigen Organisationen, die Trekks in die Hilltribe Regionen vorwiegend um den Doi Inthanon NP bei Mae Wang anbieten.

 

 

Das Angebot richtet sich bekanntlich nach dem Markt und so ist es nicht weiter erstaunlich, dass diverse Organisatoren der zweiten Kategorie ihre Kundschaft mit einem augenzwinkerndem "wanna try Opium?" zu ködern versuchen - trotz der extrem restriktiven Gesetzgebung der thailändischen Regierung.

Ausserdem verspürte ich wenig Lust mich als Sherpa für einen nach einem stündigen Fussmarsch ausgepumpten Opiumkonsumenten, der verzweifelt versucht, den Anschluss an die Gruppe zu behalten, zu betätigen und suchte nach einer geeigneten Alternative. Fündig wurde ich aufgrund diverser Empfehlungen Einheimischer beim Eaglehouse.

 

Der Trek startete einigermassen frühmorgens. Auf einem Markt in einem kleinen Städtchen ausserhalb Chiang Mais kauften wir die Lebensmittel für die nächsten Tage bevor wir uns Richtung Doi Inthanon Nationalpark auf den Weg machten. In einer kleinen Ortschaft verliessen wir die Fahrzeuge und gingen durch Urwald, Reisfelder und Dörfer. Dabei kam es zu Gesprächen mit den Einheimischen, familiären Steinschleuderwettbewerben und einem vertieften Einblick in die Lebensweise der sich zumeist als Bauern betätigenden Einheimischen.

 
   
 

Es ist aber auch unübersehbar, dass ein Prozess der Modernisierung in den Hilltribe Villages stattfindet. Einige Dörfer sind ans Stromnetz angeschlossen, isoliertere Dörfer verfügen zur Stromerzeugung zumindest meist über einen Generator. Ortschaften, die an ein Strassennetz angeschlossen sind verwenden für den Aufbau neuer Häuser durchaus auch neuere Materialien.

 

Natürlich gilt: Je weiter abgeschiedener ein Dorf, desto urtümlicher und traditioneller die Lebenseise - auch wenn man sich als Tourist keinerlei Illusionen machen muss: Wer glaubt als "Entdecker" in die Dörfer zu kommen liegt schief; die Bergstämme sind Touristen mittlerweile gewohnt und wissen auch um die Möglichkeit ein Paar Bath dazuzuverdienen. Es ist aber auch unbestritten, dass direkt in einem Dorf gekaufte Souveniers für uns Fremde den nachhaltig wohl grössten Erinnerungswert besitzen - schon deshalb, weil man bei der Herstellung der Stücke direkt über die Schultern schauen kann.


Karen Frau mit Kind
 

Reisfelder in den Bergen

In vielen der Dörfern liegen mittlerweile Übernachtungsmöglichkeiten für Touristen vor. Diese sind zumeist sehr einfach, aber reizvoll gehalten. Dabei handelt es sich keinesfalls um offizielle Guesthouses - die Unterkünfte sind vielmehr als Gästezimmer zu betrachten und dementsprechend sollte man sich auch aufführen.

In den Dörfern, die oftmals über 1000M/üM liegen, kann es in der Nacht schon mal empfindlich kühl werden - die Mitnahme eines Schlafsacks, dessen Komfortbereich um die 5° liegt, ist zumindest empfehlenswert.

 

Wirklich "leiden" muss allerdings niemand - die Einheimischen sind viel zu freundliche Gastgeber, als dass sie auf Unzulänglichkeiten der Besucher seitens Ausrüstung nicht vorbereitet wären - etwas, dass uns vor allem beim zweiten Ausflug in die Berge um Chiang Rai zugute kam.

 


Fussnoten:

Die im thailändischen Sprachgebrauch als Chao Khao bezeichneten Bergstämme stellen ein knappes Prozent der gesamten Bevölkerung in Thailand. Gut die Hälfte davon entfällt auf den Stamm der Karen - insgesamt etwa eine viertelmillion Menschen. Die zweitstärkste Gruppe ist die der Hmong oder Meo (ca. 80'000); weitere grössere Gruppierungen sind die Lahu (auch: Musur), die wahrscheinlich ursprünglich aus dem tibetanischen Hochland stammenden Akha (auch: Kor, Igor) sowie die aus China stammenden Lisu (auch: Lisaw) und Yao (auch: Mien). Danaben existieren aber noch eine Reihe weitere kleinere Ethnologien von denen die Lawa besondere Erwähnung finden sollten: Die etwa 10'000 Mitglieder umfassenden Volksgruppe wird - obwohl in der Abgeschiedenheit der Berge um Mae Sariang und Mae Hong Son siedelnd - seitens der Thai nicht zu den Hilltribes gezählt. Im Gegensatz zu den anderen aufgezählten Stämmen, die nachträglich eingewandert sind, leben sie schon weitaus länger in der Region - länger als das Thaivolk selber und geniessen insofern eine Art Sonderstatus. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb gelten sie als die Volksgruppe, die ihre Eigentümlichkeit bis zum heutigen Tag am besten bewahrt hat.

Spektakulär sind die sogenannten "Long Necks" - eigentlich ein Unterstamm der Karen. Die aus Burma eingewanderte Volksgruppe "schmückt" ihre weiblichen Angehörigen mit übereinandergeschichteten Messingringen. Die Bezeichnung "Long Necks" ist insofern irreführend, da bei der Methode nicht der Hals verlängert, sondern der Brustkorb heruntergedrückt wird. Dies ändert nichts an der Tatsache, dass die Frauen sterben, wenn man Ihnen die Ringe abnehmen würde. Zudem sind die Frauen in ihrer Bewegungsfreiheit ihr Leben lang stark eingeschränkt. So bleibt ihnen eigentlich nur eine "Aufgabe": Einem Zoo ähnlich, den fotowütigen Touristen Motiv zu stehen. Da der Touristenboom entscheidend dazu beiträgt, dass wieder mehr junge Mädchen sich der Prozedur unterziehen müssen und so ihrer Zukunft beraubt werden, haben wir aus ethischen Gründen auf einen Besuch dankend verzichtet und raten Euch dasselbe - zudem hat das "schmücken mit Halsringen" der Frauen und Mädchen in Thailand selber an sich absolut keinen traditionellen Hintergrund.

Das von Pon und Anette - einem thai/irischen Pärchen - geführte und verwaltete Eaglehouse ist eine der Ausnahmeerscheinungen im Trekkingbusiness um Chiang Mai. Nebst der zwei kleineren Guesthouses vermögen sie insbesondere mit ihren hervorragend geführten Zwei- bis Viertagestrekks zu überzeugen. Die Trekks sind grundsätzlich jedem der einigermassen gut zu Fuss ist zumutbar, ein Teil der Tour wird dabei per Floss und per Elephant absolviert. Das Besondere ist aber, dass die Organisatoren des Eaglehouse mit dem eingenommenen Geld nachhaltig in die von Ihnen besuchten Dörfer investieren - sei es um ein Schulwesen aufzubauen oder die Versorgung von sauberem Trinkwasser sicherzustellen. Auf den Touren finden sich interessanterweise erstaunlich viele deutschsprechende. Ich war auf einem Viertagetrek mit dabei - der Unterschied punkto Entwicklungsstand zu anderen Dörfern, die ich um Chiang Rai (aber auch in Laos und Vietnam) auf eigene Faust erkundet hatte war offensichtlich. Das Eaglehouse gibt's auch im Web, die Adresse lautet Eaglehouse.COM

Die Initiativen, zur Modernisierung der Infrastruktur der Bergvölker gehen grossteils auf die Königsmutter Mae Fah zurück, die sich zeitlebens für die Integration der Hilltribes einsetzte und immer noch tut. Durch Ihren unermüdlichen Einsatz wurden Schulen, Gesundheitszentren und Strassen errichtet, sowie die Wasserversorgung und notwendige Umstrukturierungen in der Landwirtschaft initialisiert. Die Integration indes ist noch lange nicht abgeschlossen und bei vielen Thais gelten die Bewohner der Bergdörfer noch immer als "Wilde" und "Rückständige".

Die Ausrüstung für einen Besuch in den Hilltribe-Villages sollte folgendes umfassen: Schlafsack, gutes Schuhwerk, warmer Pullover, Regenjacke, Ersatzwäsche, 100- 200 Bath/Tag in kleinen Noten, Fotoausrüstung (vor dem knipsen bitte Fragen!) und Taschenmesser. Als Mitbringsel empfehlen sich Verbandsmaterialien, (ungefährliche!!!) Medikamente und Salz. Die Mitnahme von Fotografien unserer eigenen Heimat, insbesondere der ländlichen, stossen bei den Einheimischen auf reges Interesse und sind oft Anlass für gemeinsamen Diskussionen. Auch die Verwendung einer digitalen Kamera ist insofern positiv zu bewerten, da man die geschossenen Bilder zeigen kann, was die Anonymität des Unterfangens erheblich reduziert.

  


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