Das Le FaLaFu - die kleine Oase im westafrikanischen Senegal
Datum: Freitag, 27.Juli. @ 15:54:05 CEST
Thema: Länder Infos


Manche Lebensträume dauern etwas länger, bevor sie sich manifestieren. Oftmals steht zu Beginn lediglich eine vage Vorstellung und ist mit einer intensiven Suche verbunden, den Traum zu konkretisieren und schlussendlich wahr werden zu lassen.

Dem Le FaLaFu - einer kleinen und sehr persönlich geführten Unterkunft in der Casamanche / Senegal, liegt eine solche Geschichte zugrunde.

Viele träumen davon: Aus dem Alltag auszubrechen und irgendwo in einem fernen Land eine eigene Existenz aufzubauen. So erging es auch Erika Maag. Die Psychotherapeutin mit eigener Praxis hatte eigentlich alles, was es braucht, um hierzulande ein glückliches Leben zu führen. Wäre da nicht diese immer wieder aufflackernde Faszination für fremden Kulturen gewesen, die sie nach Indien und verschiedene afrikanische Länder führten, hätte man es wohl dabei belassen können.

Der Wunsch, aus dem bestehenden Schema ausbrechen zu können und etwas ganz anderes anzufangen war jedoch stärker, und so nahm die Idee, sich irgendwo eine geeignete Existenz aufbauen zu können, konkrete Formen an. Vor nunmehr 10 Jahren lernte sie in der Schweiz den aus der Casamanche stammende Abdoulaye Goudiaby kennen. In einer gemeinsamen Reise in die Casamanche-Region in Südsenegal wurden verschiedene Orte zuerst inspiziert und gegeneinander abgewogen. Im Laufe der Reise verschlug es das Paar irgendwann an das Cap Skirring und sofort war augenscheinlich: Das ist der geeignete Platz für ihr Vorhaben.

Die Beach am Cap Skirring

Im Herbst 1999 wurde mit den Bauarbeiten begonnen und bereits im Frühjahr 2001 konnte das "Le FaLaFu" (In der Sprache der Diola für „das Meer“) seine Tore für Touristen und Reisende öffnen. Der Weg dorthin erwies sich aber nicht immer als ganz einfach: Einerseits wurde der in Dakar aufgewachsene Abdoulaye Goudiaby im Süden nicht als Einheimischer akzeptiert, obschon er ursprünglich aus Ziguinchor , dem Hauptort der Casamanche, stammt, andererseits ergaben sich auch aus der typisch westafrikanischen Art und Weise, Probleme und Herausforderungen zu begegnen einige Klippen, die zuerst umschifft werden mussten.

Die hübsch gestaltete Anlage des "Le FaLaFu"

Das Ergebnis kann sich jedoch mehr als nur sehen lassen: Die kleine und liebevoll gehaltene Anlage vermittelt einen Hauch von Ruhe und Entspannung inmitten des bunten und für europäische Ohren oftmals etwas lauten Treibens. "Unser Ziel war es, eine ruhevolle Oase inmitten des oftmals schnelllebigen, westafrikanischen Lebensstiles zu kreieren, die sich aber nahtlos in die senegalesische Kultur einzuverleiben vermag." erklärt Erika Maag. "Auch für erfahrene Afrikareisende ist ein Ort der Ruhe und Entspannung wichtig, um vergangene Erlebnisse und Eindrücke Revue passieren lassen und verarbeiten zu können - wir bieten mit dem Le FaLaFu die Möglichkeit dazu".

Damit keine Hektik aufkommen kann, dürfte schon der private Traumstrand vor der Haustüre sorgen: Das Cap Skirring gilt als einer der schönsten Strände Westafrikas. Die wunderschön bemalten Pirogen der Fischer vermitteln ein Gefühl von Zeitlosigkeit, obwohl Senegal im afrikanischen Vergleich durchaus als fortschrittliches Land angesehen werden darf.

Fischer mit ihren Pirogen am Cap Skirring

Das Le FaLaFu sieht sich auch in der Rolle als Vermittler zwischen den beiden Kulturen und Kontakt mit der lokalen Bevölkerung wird grossgeschrieben. So sind Besuche der nahegelegenen Diola-Dörfer oder Flussfahrten mit der Piroge auf den mangrovengesäumten Bolongs (Seitenarmen) des Casamance-Flusses unter einheimischer Führung möglich. Durch die Auslagerung der Aktivitäten und des stärkeren Miteinbezugs der lokalen Bevölkerung ist das Le FaLaFu seitens Belegschaft eher redimensioniert worden - schafft es aber so, eine sehr persönliche Ambiente zu vermitteln und gleichzeitig den lokalen Anbietern eine Existenz zuzusichern.

Kein Wunder wird das Le FaLaFu auch oft und gerne von der lokalen Bevölkerung frequentiert und ist somit ein interessanter Nährboden für kulturübergreifende Diskussionen zwischen Touristen und Einheimischen, oftmals untermalt mit lokaler Musik, geworden.

Links:
Le FalaFu - Homepage
Allgemeine Informationen über Senegal

GPS:
N: 12 GRAD 22.522
W 016 GRAD 43.942

Map:
Cap Skirring, Google Map





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