
Zentral-Vietnam: Städte - Hoi An
Hoi An
Der charmante Provinzort des Handwerkes
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Hoi An, 25 km südlich von Da Nang,
war im 17 Jahrhundert einer der bedeutesten Häfen Südostasiens.
Heute boomt im etwa 30'000 Einwohner zählenden Ort der Tourismus.
Trotzdem ist der Ort nicht unangenehm, Hoi An hat es bis anhin geschafft,
etwas von seiner Urtümlichkeit zu erhalten und an dem allmonatlich
stattfindenden "Fest der alten Stadt",
bei der der alte Stadtteil in ein buntes Lichtermeer aus Lampionen
verwandelt wird, scheint schon fast die Zeit stillzustehen.
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Der Ort ist bekannt für seine wunderschönen Tempelanlagen,
dem Kunsthandwerk und vor allem der Schneiderei. Nirgends
in Vietnam könnt Ihr (zumindest vorläufig noch) so günstig
Kleider machen lassen. Die Anfertigung dauert
mit probieren und ändern ca. 2-3 Tage; ein Massanzug, gut verarbeitet
kostet um dei 30-40US$. Natürlich könnt Ihr Schnittmuster
von zu Hause aus mitbringen.
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Für die Besichtigung der Tempelanlagen, der japanischen Brücken
kann ein "all-in-one"-Pass gelöst werden. (50'000
Dong, ca 4$). Wenn allerdings das bereits erwähnte "Fest
der alten Stadt" während Eurer Anwesenheit stattfinden
sollte, könnt Ihr Euch das Ticket sparen. Sämtliche Pagoden,
Tempel und auch die japanische Brücke sind dann frei begehbar
und im nächtlichen Lichtermeer noch schöner als bei Tag.
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Essen: Leider können wir hier nicht viele Tipps geben,
aber: Wir haben *nirgends* in Vietnam auch nur annähernd so
gut gegessen, wie im "Cafe des Amis",
am Bach Dang, direkt am Fluss beim Fähranleger und sind infolgedessen
dort hängengeblieben. Ich glaube eh nicht, dass Ihr woanders
besser Essen könnt. Das etwas unscheinbare Lokal, aus dem oft
französische Chansons ertönen, hat keine Menukarte: Es
gibt entweder ein vegetarisches Menu oder eins mit Fisch, jeweils
etwa 5 Gänge und...aufhören, ich krieg schon wieder Hunger...
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Hotels: Wir waren im frisch renovierten Pho Hoi 2, auf der
anderen Seite des Thu Bon Flusses. Doppelzimmer zwischen US$15 und
US$ 20. Recht gut. Auch im Zentrum der alten Stadt hat es einige
recht hübsche Hotels.
Ausflüge: 25 km in die alte Tempelstadt der Cham, My
Son. Sollte man sich nicht entgehen lassen. Die China Beach
Richtung Da Nang - ein kilometerlanger weisser Sandstrand - bietet
sich zur Erholung an, etwas näher ist die Cua Dai Beach,
ca. 4 km vom Zentrum Hoi An's entfernt, ebenfalls mehrere Hotels
vorhanden. Ebenfalls nicht entgehen lassen sollte man sich den Markt
in Hoi An selber entlang der Flussuferpromenade. Auch interessant
sind die vielen Bildhauer an der Strecke Hoi An - Da Nang.
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Fussnoten:
Das alte Stadtfest findet jeweils
einmal im Monat statt. Dabei wird der Verkehr um das Zentrum gesperrt.
Das elektrische Licht wird ausgeschaltet und die Stadt mit bunten
Lampionen in ein Farbenmeer getaucht. Es finden diverse Spiele und
Lotterien in den Gassen statt. Sämtliche Tempelanlagen, Pagoden
sind kostenlos betretbar. Das fehlen von Motorlärm - ein in
Vietnam zumindest in Ortschaften ein ziemlich ungewöhnliches
Erlebnis - weicht den Stimmen der Leute auf der Strasse und den
singenden Lotterielosverkäufern. Ein beeindruckendes Erlebnis.
Schneidereien und Läden,
wo Ihr Eure Kleider massgefertigt schneidern lassen könnt,
gibt es viele. Manche scheinen zweifelhaft, manche gut. Wir haben
bei Bich Lan wirklich gute
Erfahrungen gemacht, auch wenn es genau einer der Läden ist,
die nicht sofort ind Auge fallen. Sie ist in einem wunderschönen
Haus voller Antiquitäten in der 23 Tran Phu-Street zu finden.
Die Qualität ist absolut super und Lan und ihr Team sehr sympatisch.
Spezialwünsche sind jederzeit angebracht.
Das Cafe des Amis ist ein wirklich besonderes Lokal!
Der Patron Mr. Nguyen Manh Kim hat schon in verschiedenen Ländern
Europas gekocht, u.a. in Frankreich, und der Schweiz. Als nächstes
wird er und sein Sohn Chai, der mittlerweile das Zepter in der Küche
übernommen hat, Oesterreich und Belgien heimsuchen. Wenn Ihr
also etwas von "vietnamesischen Wochen" in einem der besagten
Ländern hört, könnten dies wirklich Vater und Sohn
aus dem Cafe des Amis in Hoi An sein. Probieren lohnt sich sicher
auch dort. Des weiteren: Wenn Ihr Euch ernsthafter mit der vietnamesischen
Küche auseinandersetzen wollt: Chai zeigt Euch in einem Nachmittagskurs
wie's geht. Ach ja; Ihr solltet nichts vorher essen...
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