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Fischerboot am Kariba Lake
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Die ersten 210 km bis nach Binga verliefen ohne
grosse Zwischenfälle. Ich kam relativ früh beim Campingplatz
am Kariba-Lake an und beschloss mir im Bottlestore
noch ein Sonntagsbier zu besorgen.
Da sich aber die ganze Dorfjugend vor selbem den
Nachmittag vertrieb und ich sogleich ins Dorfleben miteingebunden
wurde, war ich schlussendlich einigermassen angeschlagen, als ich
in den Camping zurückkehrte.
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Am nächsten Morgen machte ich mich frühzeitig
auf den Weg, jedoch musste ich mich schon bald einem Problem in
Form einer aufgeweichten Schlammpiste stellen. Anfangs ging es noch
ganz gut, zumindest bis zu dem Punkt, bis die Schlammmassen das
Hinterrad blockierten und es mich der Länge nach hinschmiss.
Ich sah buchstäblich durch den Dreck
gezogen aus und ich brauchte einige Zeit um das Hinterrad
so zu reinigen, dass ich weiterfahren konnte.
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Auf verschlammten Pisten unterwegs
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Zum Glück war die Strecke nur ca. 5 km lang;
dennoch brauchte ich geschlagene 1 1/2 Stunden um diese an sich
kurze Distanz hinter mich zu bringen.
Danach ging es wieder flotter voran; vorbei
an den schmucken Rundhäusern und durch die beeindruckende Natur.
Da ich in anbetracht der prekären Lebensmittelsituation nochmals
in Binga eingekauft hatte, verteilte ich bei meinen Stops der Landbevölkerung
Zucker und Brot.
Bei einem steilen Aufstieg verfing sich dann das
Vorderrad in einer Erdspalte und es warf mich erneut hin. Das Bike
trug jedoch keinen Schaden davon und ich ich dank den Knieprotektoren
glücklicherweise auch nicht; lediglich meine Hose war zerrissen.
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Kinderlachen
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Etliche Kilometer weiter machten sich an meinem
Motorrad seltsame Geräusche bemerkbar; ein kurzer Check ergab,
dass beide Schraubengewinde der seitlichen Tankbefestigung ausgerissen
waren.
Da es schon spät war, entschloss ich mich,
eine geeignete Stelle zum Wildcampieren aufzusuchen. Schliesslich
fand sich ein Platz abseits der Strasse, wo ich unbemerkt mein Bike
reparieren und übernachten konnte. Das Gefühl war eigenartig;
schon deshalb weil mir im Vorfeld alle vom Wildcampieren abrieten,
da dies zu gefährlich sei.
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Am anderen Morgen war ich jedoch noch immer am
Leben, entsprechend früh unterwegs und erreichte Karoi ohne
weitere Zwischenfälle.
Ich fuhr weiter zum Chinayi Caves
Nationalpark. Dort befindet sich ein unterirdisches Höhlensystem
Die Strasse nach Rusape und ein Kratersee, zu dem man hinabsteigen
kann. Dannach kümmerte ich mich erstmal um mein verschlammtes
Bike und meine Kleider, die auch nicht wirklich besser aussahen.
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Chinhoyi Caves
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Am Abend tauchte ein Security-Typ auf und meinte,
er sei für meine Sicherheit zuständig. Ich war der einzige
Gast auf dem Camping und seine Pump-Gun, mit der er die ganze Nacht
neben meinem Zelt ausharrte, löste bei mir schon ein etwas
komisches Gefühl in der Magengegend aus.
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Fussnoten:
Der künstliche aber fischreiche Kariba
Lake ist nicht nur wichtig für die Versorgung der Bevölkerung
mit Nahrungsmitteln in der Region, er beliefert auch eine Fläcjhe
von 6000 qkm mit Elektrizität. Der See ist 290km lang, max.
32 km breit und verbindet die beiden Staaten Zimbabwe und Sambia.
Eine gute Übersichtskarte über die
Nationalparks in Zimbabwe findet sich bei Newafrica.COM
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