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Die mitten im Pazifik - etwa 4 Stunden Flugzeit
von Auckland aus gelegenen Cook Islands bestehen aus insgesamt
15 Inseln, die sich über eine Fläche von nahezu 2 Mio.
qkm verteilen. Sie sind aufgeteilt in eine touristisch eher erschlossene
"Southern Group" (Rarotonga, Aitutaki, Mauke, Atiu,
Mitiaro, Mangaia, Palmerston, Takutea und Manuae) und in die
kaum- bis wenig erschlossene "Northern Group" (Manihiki,
Rakahanga, Penryn, Pukapuka, Nassau und Suvarrow). Zwischen
der Süd- und der Nordgruppe befinden sich 500 km pazifischer
Ozean.
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Die Southern Group
Touristisch gut erschlossen sind Rarotonga,
die als einzige Insel von internationalen Airlines angeflogen wird
und als Hauptinsel bezeichnet werden kann, daneben weist Aitutaki
- oft als eines der schönsten Atolle der Erde bezeichnet, aber
nur das zweitschönste der Cooks - ebenfalls eine akzeptable
touristische Infrastruktur auf. Weitere mögliche Ziele sind
die Inseln Atiu, Mitiaro und Mauke, die sich
in einem Kombi Ticket der Air
Rarotonga erschliessen lassen. Die Infrastruktur ist allerdings,
wie auch auf der südlichsten Insel der Cookies - Mangaia
- äusserst bescheiden, dafür umso herzlicher. Zur Insel
Palmerston existieren keinerlei Flugverbindungen, die Insel
wird aber von ca. 50 Leuten bewohnt. Die einzige Möglichkeit,
sich nach Palmerston zu begeben ist per Segelschiff oder Frachter.
Die zwei Inseln Takutea und Manuae sind unbewohnt
und nicht bereisbar.
Die Northern Group
Die Nordgruppe ist durch seine Abgeschiedenheit
bedingt recht teuer zu berreisen, zudem werden nur einige wenige
Inseln regelmässig von Air Rarotonga angeflogen. Regelmässige
Flugverbindungen von Rarotonga zu folgenden Inseln der Nordgruppe
existieren: Manihiki, dass als schönstes Atoll der Cook
Islands gilt und über eine respektable Infrastruktur verfügt;
daneben wird Penrhyn (auch Tongareva genannt) ebenfalls
wöchentlich von Air Raro bedient. Ebenfalls wöchentlich
wird neu Pukapuka angeflogen, dass auch halbwegs regelmässig
per Frachtschiff von Rarotonga aus angesteuert wird. Zudem
existiert, bedingt durch seine geographische Nähe zu Samoa,
unregelmässiger Schiffsverkehr von und nach Samoa.
Zu den Inseln Rakahanga, Nassau und
Suvarrov existieren keinerlei Flugverbindungen. Die einzige
Möglichkeit, sich zu diesen äusserst abgelegenen
Inseln zu begeben ist per Yacht oder der selten anlaufenden
Frachtern (ab Rarotonga). Während Rakahanga noch
einigermassen regelmässig bedient wird, sind Suvarrov
und Nassau kaum bereisbar. Die Verbindungen sind extrem unregelmässig,
da die Inseln so gut wie unbewohnt sind und in erster Linie auf
Selbstversorgung angewiesen sind. Auf Nassau leben gerade
mal ca. 100 Personen, während das hübsche und berühmt
gewordene Atoll Suvarrov gerade mal von einem Caretaker
und seiner Familie - insgesamt von 4 Personen - bewohnt wird.
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Der Lebenszyklus eines Atolls
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Die Cook Islands bestehen grob gesagt, aus drei
verschiedenartigen Inseltypen.
Die sicherlich unspektakulärste Art stellt
hierbei das Plattformriff dar. Die Insel Nassau ist
das einzige Beispiel der Cook Islands für diesen Inseltyp.
Dabei handelt es sich um einen Korallenblock, oftmals mit rechteckiger
Form ohne grössere Erhebungen.
Ein Atoll besitzt verschiedene Lebenszyklen,
die in der Grafik links veranschaulicht werden. Dabei wird durch
vulkanische Aktivität die Insel angehoben. Mit dem Erlöschen
des Vulkans/der Vulkane stürtzt der Kegel des Kraters nach
und nach zusammen, bis sich der typische Atollring bildet.
Eine typische Insel des Frühstatiums ist Rarotonga
als prägnantestes Beispiel. Charaketristische Atollringe auf
den Cookies sind Aitutaki, Manihiki, Pernhyn
und Suvarrow.
Die Atollringe dürften dem, was wir unter
Trauminseln verstehen wohl am ehesten entsprechen, die Lagune innerhalb
des Rings ist geprägt von warmen Wasser und Untiefen - oftmals
lässt sich kilometerweit bis zur Hüfte im Wasser durchs
Meer spazieren.
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Fussnoten:
Air Rarotonga ist die nationale Airline der
Cooks. Sämtliche Flugverbindungen zu den Outer Islands der
Nord- und Südgruppe laufen über Air Rarotonga. Die Airline
unterhält eine kleine Flotte mit sehr gut gewarteten Saab-
und Embraer Turboprobmaschinen und unterhält eine informative
und aktuelle Website über die bestehenden Flugverbindungen
innerhalb der Cooks.
Suvarrov, benannt nach dem Schiff
seines Entdeckers, dem Russen Mikhail Lazarev im Jahre 1814
erlangte Berühmtheit durch das Buch "an island to oneself"
geschrieben vom Neuseeländer Tom Neale, der sich als
Einsiedler von 1952 bis zu seiem Tode 1977 auf der Insel aufhielt.
Das Buch beschreibt in spektakulärer Weise das Überleben
auf einer Südseeinsel und gilt als Südseeklassiker der
neueren Literatur.
Zur Deklination von entlegenen
Gebieten der Erde und Ihrer Bewohner existiert ein sogenannter "Isolation
Index". Die Formel zum Errechnen des Isolation Index ergiebt
einen numerischen Wert zur Bestimmung der Möglichkeit, zwischen
Personen mit denselben ethnologischen Wurzeln in Kontakt treten
zu können. Hierbei spielen die Anzahl möglicher Kontakte
verbunden mit geographischen Distanzen eine massgebliche Rolle.
Der Isolation Index von Rarotonga, der erschlossensten Insel
der Cook Island beträgt 99, der der entlegenen Insel Nassau
115. Zum Vergleich: Der Isolation Index der Insel Menorca,
der zweitgrössten Balearen-Insel beträgt 35.
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