Rarotonga - Das Tor zu den Cook Islands


Rarotonga
Das Tor zu den Cook Islands


 

Anflug auf Rarotonga

 Das Flugzeug verliert zunehmend an Höhe und der Pilot erklärt, dass wir unmittelbar davor sind, auf Rarotonga, der Hauptinsel der Cook Islands, zu landen. Ich habe grundsätzlich nichts dagegen, das beengende Flugzeug zu verlassen und wage einen ersten Blick aus dem Fenster. Landen - ja bitte, aber wo? Unter uns ist nur Wasser - wie schon die letzten viereinhalb Stunden.

 

 

Das Flugzeug macht eine Kurve und da sehe ich die Insel: Doch etwas grösser, als ich sie mir vorgestellt hatte mit spitzen Bergen, die wie Nadeln in die Höhe ragen.

Beim verlassen der Maschine umgiebt mich ein warmer Luftzug und ein alter Mann zupft an seiner Gitarre herum, um die Neuankömmlinge standesgemäss zu begrüssen. Bei mir stellt sich definitiv das Gefühl unendlich weit weg von zu Hause zu sein ein.


Das gebirgige Landesinnere
 

Ein Bungalov der Orchid Units

Nach der Passkontrolle, die äusserst gemächlich und unkompliziert abläuft suche ich mir ein Taxi, um zum Hauptort Avarua zu gelangen. Dort sind die Atupa Orchid Units mein Ziel - eine kleine Bungalov-Siedlung, die von Ingrid Caffery, einer gebürtigen Deutschen, geführt sind.

Es geht nicht lange, und ich bin einquartiert - zusammen mit einem Deutschen, der die Siedlung als provisorische Unterkunft nutzt, um seine Auswanderungspläne definitiv werden zu lassen.

 

Der beste Weg, die Insel zu erkundigen, ist per Moped, die sich an zahlreichen Orten günstig mieten lassen. Die Preisunterschiede für die Miete sind marginal. Allerdings ist vor der Benützung eine Fahrprüfung abzulegen, um somit eine gültige Fahrerlaubnis zu erlangen. Absolviert wird das Ganze auf dem Polizeirevier in Avarua; der Ausweis gibt ein nettes Souvenir und ist bis zum nächsten Geburtstag gültig - unabhängig davon, ob der in zwei Wochen ist oder in 11 Monaten.


Abendstimmung auf den Cooks
 

Die Prüfung ist nicht schwer und bei Touristen, die anfangs Mühe mit dem Linksverkehr aufweisen, werden beide Augen zugerückt. Trotzdem: Die Mopeds sind ziemlich schnell - 90 km/h ist kein Problem und Helme gibt's nirgendwo zu mieten. Etwas Vorsicht ist also trotzdem angebracht, vor allem bei Regen.

Rarotonga, die 69 qkm grosse Hauptinsel der Cook-Island verfügt über zwei Ringstrassen - eine Innere und eine äussere, die es ermöglichen, das Archipel in ca. 1 Std per Moped zu erkundigen und dann zum Ausgangspunkt zurückzukehren. Der äussere Ring verläuft dabei nahe dem Meer, die innere Fahrbahn führt durch die zahlreichen Siedlungen, Felder und immergrünem Dickicht. Der innere Ring ist nicht ganz durchgehend. Ein lohnenswerter Abstecher ist die Strasse zum Spital, die ein herrliches Panorama offenbart.

 

Palmen im Wind

Eine Strasse, die quer durch das Landesinnere führt, existiert nicht - zu unwirklich und steil ist die Insel. Die höchste Erhebung, der Te Atukura, ist 653m hoch - ein ganz schönes Gefälle, wenn man bedenkt, dass das Archipel gerade mal 7km breit und 9km lang ist.

Es führen jedoch verschiedene Trekks ins Landesinnere der Insel, auf die noch eingegangen werden wird.

 


Fussnoten:

Rarotonga ist die einzige Insel der "Cookies" , die von internationalen Airlines angeflogen wird. Gut lässt sich ein Trip auf die Cook Islands mit einem Urlaub nach Neu Seeland koppeln - Air New Zealand fliegt ab London nach L.A. Von dort aus direkt nach Neu Seeland - oder eben mit Zwischenstopp in Rarotonga. Eine weiter Linie, die Rarotonga anflog war Canada 2000 (ab Toronto und Vancouver). Die Airline ging jedoch pleite, ein Ersatz ist scheinbar nicht in Sicht. Daneben existieren Flüge von/nach Tahiti, den Fidschis und Tonga. Der Transfer zu den anderen Inseln der Cook Islands Gruppe erfolgt auschliesslich über die nationale Airline Air Rarotonga.

Die Atupa Orchid Units liegen zwar nicht direkt am Meer - somit entfällt der "Traumstrand" vor der Haustür, aber was uns entschlossen hat, sich hier einzuquartieren ist die Tatsache, das man in den Resorts am Meer (die zudem wesentlich teurer sind) ziemlich isoliert vom Leben der Insulaner seine Ferien abspult. Ingrid Caffery, die die Orchid's nun seit vielen Jahren führt, ist keine anonyme Gastgeberin, sondern gibt Tipps zur Insel ab und plaudert ganz gerne mit Ihren Gästen. Die Nachbarschaft besteht ausschliesslich aus Einheimischen. Ausserdem gibt es tonnenweise schöne Strände auf Rarotonga, die sich nett per Moped erkündigen lassen - wer will sich da auf die Beach vor der Haustür festlegen lassen! Ihr könnt Ingrid erreichen unter:

Atupa Orchid Units
Ingrid Caffery
P.O. 64 Rarotonga, Cook Islands
Mailto: ingrid@atupaorchids.co.ck

Die Orchid's sind schnell ausgebucht; Reservation empfiehlt sich. Und nicht vergessen: Schönen Gruss von uns ausrichten!





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