
1) Thailand: Bangkok - Phitsanulok
Bangkok-Phitsanulok
Ankunft und Zugfahrt in Richtung Norden |
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Vor ein paar Tagen noch auf 2500 m/üM
in den Schweizer Bergen schlägt mir beim Verlassen des Bangkok
International Airport die stickige Luft der Grossstadt entgegen.
Lärm und Hektik sind allgegenwärtig - Thailands Metropole
ist nichts für Zartbeseitete.
Ich versuche eines der günstigen Taxis zu
ergattern, um ins Zentrum der Stadt zu gelangen. Mein Ziel ist die
Kaosan Road - das Backpacker- und Billighotel Mekka
der gigantischen Stadt. Nach erbittert geführtem und schlussendlich
gewonnenem Kampf um eines der Billigtaxis, offenbart mir der Fahrer,
dass der Highway total dicht, und mit Fahrzeiten bis zu zwei Stunden
zu rechnen sei - es sei denn, wir benutzen den Super-Highway - logischerweise
gegen einen kleinen Aufpreis. Gegenüber Superlativen grundsätzlich
positiv eingestellt ging ich nach einer Preisverhandlung schlussendlich
darauf ein - Zimmer werden gegen Abend rar in der Kaosan Road und
die Sonne streifte schon bald mal den Horizont. |
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Die Kaosan Road ist eine multikulturelle Mischung
aus geschäftigen Thais (Plakate mit der Aufschrift "We
sell everything" haben es mir besonders angetan) und zimmersuchenden
oder von-Händlern-flüchtenden Low-Budget Touristen.
Verkauft wird grundsätzlich alles, was einem
Touristen suggeriert werden kann, benötigt zu werden - von
gefälschten Studentenausweisen, Bustickets, Britney Pieps Schwarz-CD-Kopien
bis zu "very cheap, because directly from Chang-May"-
Handcrafts zu logischerweise überteuerten Preisen.
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Bangkok - Kaosan Rd., Essstand
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Dennoch finden sich vorwiegend in Nebengassen des
Kaosan "Jahrmarktes" einige Restaurants, die sich wohltuend
von der entweder auf europäisch getrimmten Thai-Küche
oder umgekehrt, abheben. Zu mehr als Essen war mir; bedingt durch
die Hektik der Megastadt am Ankunftstag auch nicht zumute - bloss
raus aus diesem Moloch!
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Jetlagbedingt mit überdimensionalen Augenringen
ausgestattet, machte ich mich per Tuk-Tuk am nächstem Morgen
auf dem Weg zum Bahnhof.
In Thailand fahren die Züge pünktlich
und das Bahnhofpersonal verfügt über einen geschulten
Blick, hilfesuchende Touristen aus der Masse von Reisenden herauszufiltern.
Mein Ziel hiess Phitsanulok, eine etwa halbem Weg
zwischen Bangkok und Chang Mai liegende Provinzstadt. Sie stellt
ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt für Reisen in den Norden
oder ins historisch interessante Sukkhothai dar und ist zumindest
für einen Zwischenstopp lohnenswert.
Highlights sind die im ganzen Land bekannte Buddha
Casting Factory, die Flusshausboote und Restaurants
auf den beiden Flüssen Nan und Kwai Noi, sowie die grossartige
Tempelanlage Wat Mahathat (auch Wat Yai genannt),
der die Heimat eines des meistverehrtesten Buddha Bildnisses darstellt:
Des Phra Buddha Chinarat.
In der Buranathai Buddha Casting Factory
werden die Arbeitsschritte vom Rohprodukt zum Wachsmodell
bis zur fertig-gegossenen und verzierten Buddha anschaulich auf
Tafeln erklärt. Auch die Leute sind gegenüber Fragenden
offen. Der Manufaktur angegliedert ist ein kleiner Shop- in der
sich die handgefertigten Souvenirs erwerben lassen. Die Buddha Casting
Factory ist mit dem Bus Nr.3 Richtung Flughafen oder per Tuk-Tuk
erreichbar. In unmittelbarer Nähe befindet sich das unter selben
Management stehende Sgt. Maj. Thavee Folk Museum,
welches über 10'000 Gegenstände aus dem alltäglichen
Leben in Thailand beheimatet und ebenfalls einen Besuch wert ist.
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Buddha casting factory
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Wat Phra Si Ratana Mahatat
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Die sich am Ufer des
Nan befindlichen zwei Tempelanlagen Wat Ratcha
Burana und Wat Phra Si Ratana Mahatat
gehören ebenfalls zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt,
wobei letztere besonders hervorzuheben ist.
Die bronzene Statue, der Phra Buddha Chinarat
gilt als Meisterwerk der Sukhothai-Periode und stammt aus dem Jahre
1357. Sie gilt als eines der wichtigsten religiösen Heiligtümer
Thailands.
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Wer in Phitsanulok übernachtet, kann am Abend
am Flussufer spazierengehen und den urtümlichen Night-Bazar
südlich der Naresuan-Brücke besuchen, der ab ca. 18:00
Uhr bis in die frühen Morgenstunden geöffnet hat.
Zum Essen empfehlen sich die schwimmenden Flussrestaurants
oder wer's etwas spektakulärer mag, kann sich am Markt das
Gemüse selber "fangen" - als weitherum bekannte Attraktion,
die mittlerweile auch in den Touristenzentren um Phuket und Pattaya
ihre Nachahmer findet.
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Hausboote auf dem Nan
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Fussnoten:
Generell gilt in den
Tempelanlagen Thailands und Laos, dass man die Schuhe auszuziehen
hat und angemessen gekleidet ist. Männer in ärmellosen
T-Shirts und Frauen in Miniröcken oder Hot Pants sind definitiv
nicht erwünscht - bei allem Verständnis der Thais für
das manchmal etwas deplazierte, weil auf Unkenntnis der Traditionen
basierende Verhalten der Touristen! Der Platz unmittelbar vor den
Heiligtümern sollte den Betenden vorbehalten sein - ein sich
vordrängen, um die beste Position für ein Foto zu bekommen,
stösst bei den Einheimischen auf Unverständnis. Beim hinsetzen
sollten die Füsse niemals gegen die Buddhastatue gerichtet
sein!
Bei den sogenannten
"flying Vegtables" handelt es sich um ein Spinatgericht,
dass unter ziemlich viel Feuer in heissem Öl gesotten und nachher
vom Koch in einem gezieltem 7-8 Meter Wurf dem Hungrigen entgegengeschleudert
wird, der in der Regel auf dem Führerhaus eines LKW's auf seine
Mahlzeit wartet. Ziel ist es, möglichst viel der fliegenden
Mahlzeit in den Esstopf zu kriegen. Mutige Farangs (weisse "Reisende")
sind als Opfer besonders beliebt und tragen zum allgemeinen Amüsement
bei.
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