10) Laos: Der Mekong


Der Mekong
Hauptverkehrsader und Lebensnerv des Landes



Leben und Arbeit am Fluss

Der Mekong ist der wichtigste Verbindungsweg zwischen Laos' Hauptorten. Der grösste Fluss Südostasiens fliesst 1865 km durch laotisches Gebiet.

Überhaupt sind die Flüsse in Laos die wichtigsten Verkehrsrouten. Nebst dem Mekong verfügt das Land mit den Flüssen Xe Kong, Nam Ou und Nam Ngum über insgesamt 4600 km befahrbare Wasserwege; sie stellen somit quasi die "Superhighways" des Binnenlandes dar.

 

Als Wassertaxi dienen die bis 90 km/h schnellen und nicht ungefährlichen Speedboote oder als Massentransportmittel die weitaus bequemeren Long Trail Boote (auch "Slow Boats" genannt), die oftmals auch eine Mischung aus Fracht, Personentransport und Postschiff sind.

Zur Flussüberquerung sind zahlreiche, privat geführte Fährboote im Einsatz, die sogenannten Pirouges sind meist kleine Holzboote, teils mit Paddel oder kleinem Aussenborder bestückt.


Mekongüberquerung
 

Der Fluss als Transportweg

Das weitverzweigte Flusssystem diente aber auch seit jeher als Handelsroute. Verschifft werden Textilien, Holz, Lebensmittel, Handwerkskunst, sowie Frachtgut der unterschiedlichsten Art. Viele Dörfer am Fluss erhalten ihre Existenz lediglich dadurch, dass sie als Schnittstelle zwischen dem teilweise schwer zugänglichen Hinterland und dem Flusslauf dienen. So erhält der Fluss stellenweise Ableger des eigentlichen Dorfes auf dem Fluss selber - in Form von Snackbars für das Schiffspersonal, Tankstellen und Verpflegungstände. Oft ist nach einem Hochwasser ein Neuaufbau der rudimentären Holzhäuser auf oder am Wasser notwendig.

 

Eine einfache Personenfähre

Leben am Fluss
 






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