12) Laos: Luang Prabang


Luang Prabang
Die Stadt der Tempel ist eine der schönsten Städte Südostasiens


Der alte Stadtkern

Wat Soap, Luang Prabang

Die phantastisch anmutende Stadt mit Ihrer Mischung aus Teak-Holzhäusern und französischem Kolonialstil ist eine der schönsten, aber auch eigenwilligsten Städte Südostasiens.

Malerisch, von immergrünen Hügeln und den beiden Flüssen Mekong und Nam Khan umgeben - die Hauptstadt des alten Lan Xang Königreiches ist zurecht eine der meistbesuchten Destinationen in Laos. Trotz der mittlerweile zahlreichen Touristen ist die Stadt mit ihren über 30, zumeist auf Anhöhen liegenden Pagoden und Tempel, überschaubar geblieben.

Seit 1993 steht die Stadt auf der Liste der Nationalen Kulturdenkmäler, seit 1995 gilt sie als Weltkulturerbe seitens der UNESCO.

 

Die Besteigung zur Wat Phou Si ist ein beliebtes Ausflugsziel für Sonnenuntergangfanatiker, zudem erlaubt die exponierte Lage des "Stadthügels" einen wunderbaren Rundumblick auf die Stadt und ihre Umgebung.

 

Nachts tauchen hunderte von Lampionen und Kerzen die Altstadt in ein bezauberndes Lichtermeer. Auch wenn im Altstadtkern zahlreiche Restaurants mit mittlerweile internationalem Standard vorhanden sind, am besten isst es sich an den Garküchen in der Verlängerungsachse der Hauptstrasse.

Die angebotenen Speisen sind bisweilen exotisch, aber ausserordentlich delikat - die laotische Küche ist einer der besten, die ich bis anhin kennengelernt habe!


Luang Prabang bei Nacht


 


Buddha Caves, Luang Prabang


Ein beliebtes Ausflugsziel in der näheren Umgbung sind die Buddha Caves, ca. 20 km flussaufwärts. Zu erreichen sind sie entweder per Boot oder Tuk-Tuk; der Preis ist Verhandlungssache und beträgt, je nach Anzahl Passagiere ca. 60-120 Bath oder 10'000 Kip. Das kleine Dorf, das als Ausgangspunkt für den Besuch der Höhlen gilt, ist ein guter Platz, um Souveniers in Form von traditionellen handarbeiten zu kaufen. Die Höhlen befinden sich am anderen Ufer des Mekongs; für die Überfahrt sind nochmals ca. 5000 Kip zu berappen.

Die mittels Treppe erreichbaren Höhlen - wobei die untere eindeutig die interessantere ist, beherbergen hunderte von alten Buddha Statuen.

Das einfallende Licht vermittelt den Höhlen einen leicht morbiden Touch und viele der Artefakte sind durch den Zahn der Zeit etwas in Mitleidenschaft gezogen worden. Der Faszination indes tut dies keinen Abbruch - im Gegenteil!

 

Nicht nur die Stadt selber, auch das umliegende Bergland ist ein lohnenswertes Ausflugsziel - sei es zu Fuss, oder mittels eines gemieteten Fahrrades oder Mopeds.

Die fruchtbare Landschaft mit ihren Hügeln und den darauf errichteten Tempeln lässt manches interessantes Gespräch mit Mönchen zu und vermitteln einen belibenden Eindruck in das Leben der Geistlichen. Viele der Mönche verfügen über eine sehr hohe Bildung, sind aber gleichzeitig sehr aufgeschlossen und nehmen sich viel Zeit, auftauchende Fragen der Touristen zu beantworten.

 

 


Fussnoten:

Wie auch in den thailändichen Tempeln, sollte man beim Besuch einige Dinge beachten:

  • Schuhe sind vor dem betreten einer Wat auszuziehen
  • Die Füsse niemals gegen die Buddha Statuen richten
  • Kein Lärm, eine Wat ist ein Ort der Stille und Beschaulichkeit

Wer glaubt, bei Mönchen handle es sich um leicht verwirrte, introvertierte und weltfremde Traditionalisten der konservativen Art, irrt gewaltig: Viele der Mönche verfügen über einen überdurchschnittlich hohen Bildungsstand - und dies ist nicht nach laotischen Massstäben gemessen. Auch einen Mönch in einem Internetcafé anzutreffen ist durchaus keine Seltenheit!





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