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Das WWF Projekt Menai Bay

(1336 Wörter in diesem Text)
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Sansibar
Das WWF-Projekt Menai Bay

Die Menschen in der Dörfernberichten von ihrer Arbeit, schildern, wie sie frühmorgens mit den Booten aufs Meer fahren, die Gezeiten nützend. Sie erklären uns, wie die Fische für den Eigenbedarf oder für den Verkauf auf dem Markt in Stone Town vorbereitet werden. Wir erfahren dabei, wie sich die Leute in den einzelnen Dörfern organisieren und dafür sorgen, dass alle ein Auskommen haben. Und wir sehen auf unseren Besuchen in den Dörfern rund um Menai Bay, dass die Menschen hier gelernt haben, das Meer schonend zu nutzen. Schon seit den frühen 90er Jahren drängte der WWF Schweiz auf Initiative von Monica Borner, in Sansibar aktiv zu werden. Borner, verantwortlich für Internationale Projekte, kennt die Insel, hat sie doch jahrelang in Tansania gelebt. Auf Sansibar gibt es noch intakte, weitläufige Korallenriffe, die aber durch zerstörerische Fischereimethoden und eine unkontrollierte Tourismusentwicklung gefõhrdet sind.

1994gelangte die Regierung von Sansibar an den WWF. 14 Fischerdörfer an der Menai Bay hatten um Hilfe für den Schutz ihrer traditionellen Fischgründe angesucht. Menai Bay ist eine 470 Quadratkilometer grosse, noch weitgehend intakte, weniger als 20 Meter tiefe Bucht mit ausgedehnten Korallenriffen, Seegraswiesen und Mangrovenwäldern. Ziel des vom WWF Schweiz finanzierten Projektes ist der Schutz der Bucht und eine vielseitige, nachhaltige Bewirtschaftung durch die hier lebenden Fischer.

Im WWF-Stützpunkt Kizimkaziim Süden von Sansibar erfahren wir mehr . Die Insel besteht aus alten Korallenriffen mit kargem Boden, der nur eine bescheidene landwirtschaftliche Nutzung sowie Gewürzplantagen zulässt. Als Erwerbsgrundlage für die Jungen bietet sich vor allem die Fischerei an. Doch mit der zunehmenden Bevölkerung wächst die Gefahr. Die Ressourcen der Kästen werden zunehmend übernutzt. Immer mehr Fischer kommen auch von Dar-es-Saalam in die reichen Fischgründe Sansibars. Um die Fischbeute zu erhöhen, setzten sie in der Vergangenheit zerstörerische Techniken ein wie das Dynamit-Fischen und Schleppnetze. Wenn Netze über ein Riff gezogen werden, reissen sie oft Korallen aus. Schon seit Jahren leiden die Fischer an der Menai Bay unter dieser bedrohlichen Konkurrenz von Fischern vom Kontinent. Deshalb gründeten die lokalen Fischer Komitees, um ihre angestammten Fischgründe nachhaltiger zu bewirtschaften. Die Inselbehörden gaben ihnen schliesslich die Erlaubnis, ihre Bucht allein zu nutzen.

1994 beschloss WWF Schweiztechnische und finanzielle Hilfe für die Überwachung der Bucht von Menai zu leisten. Das Marineinstitut von Sansibar wurde 1995 mit einer Studie beauftragt, welche der grosse ökologische und ökonomische Bedeutung der Zone aufzeigt. Noch im selben Jahr war der WWF mitbeteiligt an einer Aussprache mit Vertretern der 14 betroffenen Dörfer rund um Menai Bay. Dabei kamen die Probleme und Erwartungen der Fischer auf den Tisch.

Winley Sichonelokaler Projektleiter des WWF, erinnert sich: "Unsere Hauptaufgabe war, zusammen mit den Komitees die Schutzzonengrenzen festzulegen. Natürlich hatten die Fischer Angst. Es müssen gesagt, dass auf jeden Fall Fischereiregeln eingehalten werden. In der geschützten Zone gelten zwar Beschränkungen, die lokalen Fischer dürfen dort aber weiterhin fischen." Der WWF-Bewirtschaftungsplan regelt die Ausbildung der Fischer, Dorfbewohner und der Behörden sowie die Überwachung des Schutzgebietes.

Zusätzlichzu den freiwilligen Verhaltensänderungen muss die geschützte Zone auch überwacht werden, um illegale Fischereitechniken und verbotenes Fischen zu verhindern. Patrouillenchef Nassoro Regebu schilderte uns seine Arbeit bei solchen Überwachungsfahrten: "Dank den vom WWF beschafften Funkgeräten können die Dorfgemeinschaften sowohl untereinander als auch mit den Behörden und den Patrouillen kommunizieren. Wenn wir illegale Fischer in der Menai Bucht anhalten, machen wir diese erst einmal darauf aufmerksam, dass sie sich unberechtigterweise hier aufhalten. Wir haben keine Polizeikompetenzen, sind aber berechtigt, fehlbare Fischer an die Behörden zu melden. Diese eröffnen dann ein Strafverfahren." Zu dramatischen Zwischenfällen sei es glücklicherweise bis heute nicht gekommen.

Das Fest und die Boje

Im seichten Meer waten, den Seeigeln ausweichen, Fische durch das klare Wasser beobachten, Delphine springen sehen, Seegurken in der Hand halten, Muscheln sammeln und den feinen Sand zwischen den Zehen fühlen - das alles gehört zu den unvergesslichen Erinnerungen an die Tage in Sansibar. Sie liessen uns die Schweiz vergessen, wo kalte und nasse Tage ja zum Alltag gehören.

Das Setzen von Markierungsbojen für das Schutzgebiet in der Menai Bay ist dann einer der Höhepunkt . Erleben, wie das lange Holzboot mit dem dreieckigen Segel durch das offene Meer pflügt, ist allein den Besuch wert. Der Jubel im Boot, als wieder eine Boje verankert wird, treibt Tränen der Freude in die Augen. "Ich kann ja doch..." - Live auf dem Indischen Ozean.

Am Strand haben die Leute aus den 14 Dörfern in der Zwischenzeit alles bereit gemacht für die feierliche Enthüllung eines Denkmals für das Schutzgebiet Menai Bay. Schon von weitem sind die afrikanischen Gesänge zu hören. Menschen in farbigen Gewändern tanzen am Ufer, Minister der Regierung von Sansibar erscheinen und halten ihre Reden.

Auch der Gaumen freut sich. Für einmal liegt nicht Fisch auf dem Teller, sondern Huhn mit Reis. Fisch essen wir in Stone Town: Oktopus gegrillt, King-Fisch gebraten, dazu Reis und Salat mit extrem scharfer Sosse. In der Nase haben wir noch die Gerüche des riesigen Fischmarktes von Sansibar und all der Papayas, Mangos und Melonen, dicht an dicht mit den Gewürznelken, Ginger, Zwiebeln und Tomaten.

An einem offiziellen Dinner in Stone Town dankt Monica Borner der Regierung und überreicht dem zuständigen Minister ein Zertifikat. Es dokumentiert die Menai Bay als erstes "Gift to the Earth" (Geschenk an die Erde) in Afrika. Grüne Hoffnung für den schwarzen Kontinent.

Knietief im Mangroven-Sumpf

Tags darauf besuchen wir eine Dorfgemeinschaft, die sich unter anderem der Wiederaufforstung von Mangrovenbäumen widmet. In diesem Dorf im Südwesten von Sansibar werden wir erstmals mit einem anderen Rollenverständnis konfrontiert. Sind es in den Fischerdörfern die Mõnner, die mit den Booten ausfahren, setzen sich die Schutz-Komitees in diesen Dörfern aus Frauen und Männern zusammen.

Geleitet wird das Projekt von Assiza Nchimbi. Sie erzählt uns, dass Kinder den Anstoss zu diesem Projekt gegeben haben: "Sie pflanzten schon vor Jahren Mangroven, um sie weiterzuverkaufen. Die Erwachsenen haben dies gesehen und die Chance ebenfalls genutzt, ihr Einkommen zu verbessern."

Einzelne Gebiete in der Bay werden ganz geschätzt, andere bewirtschaftet. Die Küstenwälder erstrecken sich über viele Quadratkilometer und stehen grösstenteils im Wasser. So wie die Menschen bei ihrer Arbeit. Kein Wunder wünscht sich der Gemeindeoberste vor allem hohe Stiefel, wie sie bei uns die Fischer in den Flüssen tragen. Ich werde daran denken, wenn ich wiederkomme.

Haften bleibt die Gewissheit, dass auf dieser Insel Menschen bereit sind, ihren Lebensraum zu schützen. Gleichzeitig suchen sie neue Erwerbsquellen, um ihre Lebensqualität zu verbessern. (Siehe Interview mit Monica Borner) Der sanfte Tourismus könnte eine der Möglichkeiten sein. Für die Fischer braucht es die nötige Ausrüstung für zusätzliche Fischgründe weiter draussen im Meer. Dies würde die Ökosysteme der Küstenregion entlasten.

Richard Lehner; Leiter Kommunikation, WWF Schweiz

Kurzinterview

"Bessere Fischfänge als zuvor"

Für Monica Borner, WWF-verantwortlich für Internationale Projekte, ist der Schutz der Menai Bay auf gutem Weg.

Monica Borner, warum engagiert sich der WWF Schweiz in Sansibar?
Wir setzen uns schon seit Jahren für den Schutz der Meeres- und Küstengebiete in Sansibar ein. Hier sind die Riffe noch weitgehend intakt, und man hat die Möglichkeit, eine nachhaltige Nutzung durch Fischerei und Tourismus zu etablieren.

Wird durch das Schutzgebiet nicht der Fischereigrund in den Ufergemeinden eingeschränkt?
Die Fischergemeinden selber haben das Schutzgebiet gewünscht. Ihre traditionellen Fischereimethoden sind ja weiterhin erlaubt. Indem der Zutritt für Auswärtige begrenzt wurde, haben die lokalen Fischer nun sogar bessere Fänge als zuvor.

Ist sichergestellt, dass die Regierung von Sansibar das Projekt auch langfristig unterstützt?
Die Regierung hat Gesetze erlassen, die den DorfbewohnerInnen das Recht zur Verwaltung und Bewirtschaftung des Schutzgebietes überträgt. Beamte des Fischereidepartements und Polizei helfen bei der Umsetzung.

Wie lassen sich die Lebensqualität der BewohnerInnen rund um Menai Bay verbessern und die Erwerbsquellen vergrössern?
Bisher hatten die einzelnen Fischer wenig Möglichkeiten, ihre Fänge in der Stadt zu verkaufen, weil der Weg zu weit und die Mengen zu klein waren. Jetzt wird die Vermarktung der Meeresfrüchte koordiniert: Die Fänge werden in der dorfeigenen Kühltruhe tiefgekühlt und dann gemeinsam in grösseren Ladungen in die Stadt zum Verkauf gebracht. Eine weitere Chance ist der lokale Tourismus: Die Leute können als Guides, Bootsvermieter und -fahrer oder mit kleinen Restaurants ein zusätzliches Einkommen erwerben.


Mit freundlicher Genehmigung des:WWF Schweiz

  


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