Abel Tasman Coastal Track - über 50 km Traumküsten
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Abel Tasman
über 50 km malerische Küsten
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Abendstimmung an einer der Küstenstreifen
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Der Ausganspunkt in den neben dem Milford
Track wohl populärsten der Great Walks ist das Städtchen
Nelson (ca. 40'000 Einw.) Nelson verfügt
über eine vergleichsweise gute Infrastruktur, denn alle Fäden
zu den umliegenden Tracks laufen hier zusammen. Kaum ein Neu Seeland
Tourist, der nicht irgendwann mal hier aufkreuzt. So ist auch nicht
weiter verwunderlich, dass im örtlichen Tourist Info ein recht
grosser Andrang an Interessierten vorhanden ist, die sich auf die
zahlreichen Möglichkeiten, den Abel Tasman
zu erkundigen, einstimmen.
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Es gibt nichts zu beschönigen: Der an sich
phantastische Track ist aufgrund seiner Turnschuhkompatibillität
der wohl überlaufendste aller Great Walks und es wird bereits
darüber diskutiert, wie beim Milford Track, Quoten einzuführen.
Gut möglich, dass in einigen Jahren ohne Vorreservation nix
mehr läuft.
Die wandertechnisch-versierten Alpenziegen unter
Euch sollte der Abel Tasman Coastal Track kaum beanspruchen, es
handelt sich hierbei lediglich um einen langen Wanderweg.
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Seekajaking am Abel Tasman
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Zudem existieren interessante Alternativen zumindest
teilweise fernab vom Massentourismus den
Coastal Track zu erkundigen: Zum einen bei entsprechenden Wetterbedingungen
per Segelschiff, zum anderen per Seekajak. Das Tourist Info
in Nelson vermittelt entsprechende Kontakte.
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Abel Tasman, Torrent Bay
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Bei den Sekajaks handelt es sich seitens der Dimensionen
der Boote schon beinahe um zweckentfremdete Hochseefrachter, mit
denen es sich dementsprechend ungelenk durchs Wasser pflügen
lässt, die aber dafür auch bei rauherer See für Anfänger
geeignet sind. Die organisierten Touren beinhalten Food (frisch
aus dem Gefrierbeutel mit naturbelassenem Konservengemüse)
und Guide inklusive.
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Erfahrenen Kajakern kann ich empfehlen, lediglich
das Boot zu mieten und sich selbst zu versorgen. Die Guides auf
den Touren sind jedoch o.k. uns sehr sympatisch. Geschlafen wird
in mitgebrachten Zelten an einem Strand. Romantisch; für frisch-
und dauerverliebte definitiv zu empfehlen.
Die Erkundigung der Naturschönheiten des Tracks
per Kajak stellt das wahrscheinlich intensivste Erlebnis dar. Auf
dem Wasser lässt sich die malerische und schier endlose Küste
aus einer naturbelassenen Perspektive betrachten, auch wenn weniger
versierte Paddler am Ende des Tripps wohl über leicht überdimensionierte
Oberarme verfügen werden, die zudem wehtun werden. Trotzdem
ist der Ausflug im Seekajak für jeden einigermassen trainierten
Körper zumutbar.
Auf Tonga, einer kleinen vorgelagerten Insel am
Coastal Track ist zudem ein Seelöwenrudel heimisch, dass ankommende
Paddler energisch darauf hinweist, dass sie einem nicht besonders
mögen. Vom Besuch der Insel abhalten lassen sich trotzdem nur
wenige. Allerdings ist lediglich das inspizieren vom Boot aus erlaubt,
Fuss auf die Insel setzen ist tabu. Von Nelson aus existieren zudem
Touren, die das schwimmen mit den Robben ermöglichen. (Abel
Tasman Seal Swim)
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Fussnoten:
Nelson ist eine nach amerikanischem
Raster erstellte Stadt, die aber wider Erwarten doch nicht so steril
ist, wie man gemeinhin vermuten könnte. Die besten Restaurants
befinden sich allerdings am Hafen am Wakefield Quai. Dies
gilt insbesondere für das Boat Shed das neben ausgezeichnetem
Seefood auch einen hervorragenden Rundumblick aufs Meer aufwartet.
Reservation wird nicht empfohlen, sondern ist unabdingbar.
Der im Auftrag der holländischen
Ostindien-Kompanie nach einem "grossen Kontinent im Südpazifik"
suchende Holländer Abel Tasman war der erste Europäer,
der seinen Fuss auf Neuseeländischen Boden (1642) setzte.
Da die Begegnung mit den einheimischen Maoris nicht gerade herzlich
war - bei einem Kampf verlor er drei seiner Männer - entschloss
er sich, das neuentdeckte Land ziemlich schnaell wieder zu verlassen.
Die Vostellung , "einen neuen Kontinent entdeckt zu haben"
wurde erst ca. 130 Jahre später durch den britischen Entdecker
James Cook (1769) widerlegt, der die beiden Inseln
umrundete und dann weiterzog um schliesslich auf den gesuchten Kontinent
(Australien) yzu stossen. Nicht nur bei der Namensgebung des Tracks
im Norden der Südinsel wurde wurde der erste Entecker Neuseelands
verewigt, auch der Namen des Staates selber geht auf Abel Tasman
zurück: Er nannte das von ihm entdeckte Land Nieuw Zealand.
Um dem Massenauflauf auf
dem Abel Tasman Coastal Tracks aus dem Weg zu gehen, existieren
eine Reihe weiterer interessannter Gebiete um Nelson herum: Der
Kahurangi National Park, der im Rahmen des Heaphy Tracks
- ebenfalls einer der Great Walks - begeht werden kann ist einer
der schönsten Nationalparks Neuseelands und beeindruckt durch
seinen Reichtum an Tieren. Er verläuft von der Nordküste
ins Landesinnere zur Westküste. Ausserdem beherbergt die Karstlandschaft
eines der grössten Höhlensysteme der Südhemisphähre.
Der Track ist allerdings anstrengender als der Abel Tasman Coastal
Track. Startpunkt ist, wie auch für Ausflüge zum Farewell
Spit, das Städtchen Collingwood.
Wer noch mehr Einsamkeit bevorzugt, sei der Leslie
Karamera Track oder der Wangapeka Track empfohlen (für
geübte Wanderer).
Der Farewell Spit ist ein Naturschutzgebiet,
welches zum nördlichsten Punkt der Südinsel führt.
Es stellt ein Vogelparadies dar. Die letzte Strecke zum Leuchtturm
kann nur im Rahmen einer geführten Tour bereist werden. Infos
gibt's im Visitor Center in Puponga (Strassenende) oder in Collingwood.
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