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Rarotonga - Leben auf der Hauptinsel

(3780 Wörter in diesem Text)
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Rarotonga
Leben auf der Hauptinsel


 

Marktfrauen am "local Market"

Die Uhren laufen langsam auf Rarotonga und Stress scheint den Bewohnern komplett fremd zu sein. Eins vorweg: Die Cook Islands sind nicht die Partyzone der Südsee und unter der Woche werden recht früh die Bürgersteige hochgeklappt.

Ein wichtiges allwöchentliches Ereignis ist der lokale Markt am Samstag, der viele der knapp 10'000 Einwohner von Rarotonga ins Hauptort Avarua strömen lässt. Der Markt ist auch für Touristen ein beliebtes Ziel - viel Kultur und einheimisches Essen.

 

Der Hauptort Avarua - die Bezeichnung Stadt wäre wohl etwas vermessen - ist der zentrale Treffpunkt der Einheimischen.

Es ist auch der einzige Ort, wo Restaurants eine etwas höhere Dichte aufweisen und sich die Post befindet und eine vernünftige Internetverbindung offeriert. Die Post mit Ihren internationalen Fernlinien ist abgesehen von den Touristen Resorts die einzige Möglichkeit, ein Ferngespräch zu führen. Alle Auslandsgespräche werden von einem Operator geroutet.


Vorbereitung für den Markt
 

Banknoten der Cook Islands - ein beliebtes Souvenir

In Avarua befinden sich auch die beiden einzigen Banken vor Ort. ANZ und Westpac bieten dabei identische Kurse für Fremdwährungen. Kreditkarten sind auf Rarotonga verbreitet und weitgehend akzeptiert.

Es existiert eine eigene Währung namens Cook Islands Dollar; das weitverbreiteste Zahlungsmittel ist jedoch der Neuseeland Dollar. Die einheimischen Noten sind überaus schön gestaltet und dienen oft als Souvenir. Dasselbe gilt für die unkonventionell geformten Münzen, die sich in den Banken beziehen lassen.

Die untere, grüne Note beschreibt die Legende von Ina - der polynesischen Göttin des Lichts und dem Hai - eine der populärsten polynesischen Legenden, die wie so oft, nicht eben gerade glimpflich ausging.

 

Ein Ort, der ebenfalls mit der tiefen Religiösität der Inselbewohner in Verbindung steht, ist der Blackrock - ein dunkler Felsen am Strand ausserhalb Avaruas Richtung Flughafen.

Die Maori glauben, dass bei diesem Stein für die Toten ihre Reise nach Avaiiki beginnt - dem Ursprungsplatz aller Maoris.


Der Black Rock
 

Die Bewohner der Cook Islands sind sehr religiös und der Besuch der Kirche am Sonntag ist für die meisten Einheimischen Pflicht - mitunter auch ein Grund, warum der wichtigste Tag zum ausgehen der Freitag- und nicht der Samstagabend ist - man will für den wöchentlichen Kirchenbesuch schliesslich fit sein. Christentum und Maorispirit vetragen sich dabei gut miteinander.

Der Besuch eines Sonntagsgottesdienstes ist dabei durchaus auch für Touristen, die ansonsten nicht unbedingt was mit Kirchgängen am Hut haben ein eindrückliches Erlebnis. DasTragen von etwas konservativeren Kleidern als am Strand ist dabei eine Anstandssache.

 

Tanztruppe beim "Tamure"

 Etwas weniger zugeknöpft kommen die Auftritte der lokalen Tanztruppen daher. Die Cook Islander gelten als die besten Tänzer der Südsee und fast jedes noch so kleine Dorf verfügt über eine eigene Tanztruppe, die regelmässig trainiert und sich mit anderen Gruppen misst.

Die Tänze sind dabei für Zuschauer beiderlei Geschlechts erotisch; allerdings weit davon entfernt, jemals ins peinliche abzudriften.

 

Tanzen ist auf den Cookies Volkssport und entsprechend qualitativ sind die Darbietungen, die oftmals internationales Renomee geniessen. Entsprechende Vorführungen sind oft in den Touristen Resorts, manchmal am lokalen Markt und in diversen Clubs. Einer Tanztruppe beim Training zuzuschauen ist ebenfalls ein Erlebnis, dass sich mit etwas rumfragen realisieren lässt und so einen Einblick in die komplexe Choreografie der Tänze zulässt - die vermeintliche Spontanität während der kommerziellen Darbietung ist das Resultat harter Arbeit!


Fussnoten:

In der Legende reist Ina auf dem Hai zu Ihrem Lover - dem Gott des Ozeans auf Mangaia. Da sie während der Reise Hunger verspürt, ausser einer Kokosnuss nichts zu essen hat und sie nicht zu öffnen vermag, entschliesst Sie sich, die Kokosnuss zu öffnen, indem sie sie dem Hai auf dem Kopf schlägt. Der Hai ist von der Behandlung durch den Passagier nicht eben angetan, wirft Ina ab und frisst sie.

Wer sich mehr mit polynesischen Legenden auseinandersetzen möchte, sei ein Besuch der Kiaorana-Websites empfohlen. (englisch)

  


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