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Aitutaki - äusserer Atollring
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Hat man bei der Ankunft in Rarotonga das
Gefühl, weit weg von jeder Zivilisation zu sein, kommt einem
dasselbe Rarotonga nach einigen Tagen Aitutaki vor wie der Nabel
der Welt.
Auf Aitutaki geht alles noch etwas gemächlicher
und selbst der 800m lange Spaziergang auf dem Weg zum "Superstore",
der in Wirklichkeit eine polynesische Ausgabe des hierzulande beinahe
schon in Vergessenheit geratenen Tante Emma Ladens ist, wird laufend
durch Schwätzchen mit Einheimischen unterbrochen.
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Auch auf Aitutaki macht es Sinn, sich ein Moped
oder Fahrrad zu mieten, wobei sich letztere meist in einem einigermassen
desolaten Zustand befinden. Auf Aitutaki existieren zwei rental-companies,
die sich kurz nacheinander vom Hauptort Richtung Flugplatz befinden.
Die zwei heissen Swiss Rentals und Rino's Hire. Die
Miete eines Autos ist schon auf Rarotonga eine einigermassen fragwürdige
Angelegenheit, auf Aitutaki, bedingt durch die geringe Grösse
des Atolls und die eher schlechten Strassen zu den interessantesten
Punkten sowieso undiskutabel.
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Naturstrasse im südlichen Teil der Insel
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Fischer in der Lagune
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Einen hübschen Rundumblick erlangt
man vom höchsten Punkt der Insel (124 M/üM), die
damit verbundene Aussicht auf die äusseren Inseln des Atollrings
sind überwältigend!
Lohnenswert ist auch ein Ausflug an die Südspitze
der Hauptinsel, nach Jerusalem's Pot. Der weisse Strand ist,
weil etwas abgelegen meist menschenleer und in der Lagune lässt
es sich kilometerweit bis zur Hüfte im warmen Wasser spazieren.
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Es lohnt sich auch, mittels eines der kleinen Cruise
Organisationen die äusseren Inseln des Atolls zu besuchen.
Sehr populär ist dabei ein Halbtagesausflug auf die One
Foot Island.
Auch eine PADI-zertifizierte Tauchschule
existiert auf Aitutaki: Zwischen Hauptort und Flughafen gelegen
befindet sich die Aitutaki
Scuba Ltd. von Neil Mitchell. Ausrüstungstechnisch nicht
ganz auf dem Stand wie die der Kollegen auf Rarotonga aber gut geführt
und akzeptabel. Netter Tauchgang zum Wrack "Alexander"
und durch eine kleine Unterwasserhöhle.
Die Möglichkeiten sich zu Verpflegen sind
nicht zahlreich, aber gut. Dasselbe ist zum Thema Nightlife zu sagen.
Restaurants finden sich im Zentrum des Hauptortes, gutes Essen gibts
auch in Ralphie's Bar & Grill zwischen Flughafen und
Hauptort, sowie in der Crushers Bar, in der am abend auch
des öfteren kulturelle Events stattfinden.
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Fischer mit typischem Einbaumboot
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Eun weiteres Restaurant mit Barbetrieb findet sich
an der kleinen Halbinsel am Ende des Flugareals. Das "Samade"
wartet ebenfalls manchmal mit Darbietungen einheimischer Tanztruppen
auf. Auch lassen sich hier Kajaks mieten, um die Lagune per
Boot zu erkundigen. Der Begriff "Nähe Flugareal"
sollte hierbei nicht abschrecken - ausser den zwei täglichen
Flugverbindungen (eine abends, eine am Morgen) herrscht kein
Flugbetrieb auf Aitutaki und die Saab Maschinen der Air Rarotonga
sind nicht laut genug, um wirklich als Störfaktor gewertet
werden zu können.
Unterkünfte auf Aitutaki existiern für
jedes Budget - zu den Cook Islands ist generell zu sagen, dass die
prinzipielle Hochpreispolitik, wie sie beispielsweise auf Tahiti
(Stichwort: Marquesas) dankenswerterweise nicht Einzug gehalten
hat.
Am unteren Ende der Skala rangieren das Tom's
Beach Cottage, dass von uns allerdings trotz der Freundlichkeit
der Betreiber als etwas schmuddelig empfunden wurde, sowie das gute
Rino's Beach & Bungalows (der wie schon erwähnt
auch Fahrzeuge vermietet) und die Vaikoa Units (etwas
teurer) - nördlich, Richtung Flugareal gelegen. Ein gutes
Mittelklassehotel an schöner Lagel, ist das Sunset Motel
- etwas weg vom Hauptort Richtung Süden. Lediglich schade,
dass sich keine eigenen Bungalows mieten lassen. Am oberen Ende
der Preisskala rangieren die beiden Resorts Paradise Cove
und das auf einer eigenen Insel gelegene Aitutaki Pearl Beach
Resort. Sehr sympatisch sind auch die Ginas Garden Bungalows
im Inneren der Hauptinsel.
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Abendstimmung in Aitutaki
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In den teuren Resorts lässt sich
auch Fremdwährung wechseln, daneben existieren aber auch Fillialen
der Westpac- und ANZ Bank im Hauptort selber.
Air
Rarotonga fliegt täglich zweimal von Rarotonga nach Aitutaki
und zurück. Die günstigere Variante ist jeweils am
Abend Aitutaki anzufliegen und mit einem Morgenflug zurückzukehren.
Wieviele Tage ihr dazwischen auf dem Atoll verbringt, ist irrelevant.
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Fussnoten:
Die One Foot Island verdankt Ihrem Namen einer
der zahlreichen Maori Legenden. Dabei wurde das Volk von Aitutaki
verfolgt und in Gefangenschaft genommen. Einzig dem Häuptling
zusammen mit seinem Sohn gelang die Flucht auf die kleine Ausseninsel.
Die Flucht blieb jedoch nicht lange unentdeckt. Damit wenigstens
der Sohn den Peinigern entkommen konnte, dachten sich Vater und
Sohn einen Trick aus: Der Sohn lief in den Spuren des Vaters, so
dass man lediglich von einer Person ausging, die ihre Spuren im
Sand hinterliess. Der Sohn versteckte sich auf einer Palme während
der Vater gefangengenommen und getötet wurde.
Die One Foot Island ist für uns Touristen allerdings weniger
ein Ort indem Fluchtgedanken aufkommen können: Die kleine Insel
mit Ihrer dichten Vegetation, dem weissen Strand und den Palmen
kommt dem bilderbuch-kitschigen Klischee des Südseetraums wohl
Nahe wie sonst kaum ein Plätzchen dieser Erde.
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