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Wer hierher reist begiebt sich ans Ende der Welt
und der Tripp zur Northern Group ist ein eher teureres Unterfangen:
Während der Hin- Rückflug nach Aitutaki ca. 180 Euro kostet
und somit noch ins Budget der meissten Traveller passt, schlägt
der Flug nach Manihiki mit ca. 550 Euro zu buche, das Kombiticket
Manihiki, Pernrhyn und Pukapuka kostet rund 1600 Euro. Es besteht
aber auch die Möglichkeit in einer 3-4 tägigen Schiffsreise
von Rarotonga aus zu den Inseln zu gelangen. Infos gibt das Tourist-Info
in Rarotonga. Laut unseren Informationen empfiehlt sich dabei ein
seetüchtiger Magen.
Wir selber haben die Northern Group und dessen
realistisch bereisbare Ziele (sprich, die oben erwähnten
Atolle, die von Air Rarotonga angeflogen werden) nicht selber
besucht, aber dennoch versucht, einige hilfreiche Informationen
zusammenzutragen. Sollte jemand Fotomaterial und/oder Erlebnisberichte
der Northern Group besitzen und sich bereit erklären, diese
Infos hier publizieren zu wollen, kann er sich per
Mail an uns wenden - es wäre sicherlich für viele
Leser wünschenswert, an die entsprechend raren Infos zu kommen.
Denn die Northern Group-Inseln sind schon beinahe
touristisches Niemandsland, die Leute leben vorwiegend von der Zucht
der Black Pearls - schwarzen Perlen, die in Avarua's
Shops so manche Frauenherzen höher schlagen lassen. Die schwarzen
Perlen gedeihen auf Manihiki, Pernhyn und dem gerade
mal 0,4 Quadratkilometer grossen Atollring Suvarrov.
Die Northern Group beherrbergt einige der schönsten
Atolle der Welt und Manihiki dürfte zusammen mit den Inseln
Bora Bora auf Tahiti, Aitutaki (ebenfalls eine der Cook Islands)
und den Karolinen in Mikronesien wohl um den Spitzenplatz feilschen.
Die Inseln im einzelnen:
Manihiki
Zentrum der Black Pearl Industrie und schönste
Insel der Cook Islands, knapp 700 Einwohner auf ca. 5,5 Quadratkilometer.
Atollring mit fantastischer Lagune von etwa 8x8 km mit kleinen Inseln
in der Mitte, die oft als Perlenfarmen dienen. Unterkünfte
sind uns zwei bekannt: Die Danny's Lagoon Lodge im Tauhunu
Village, nahe des Airstrips, sowie das Manihiki Guesthouse
im Norden des Atolls im Tukeo Village. (Beide günstig
bis mittlere Preislage)
Penrhyn (Tongareva)
Sehr ausgedehnter, weitläufiger Atollring mit grosser Lagune,
die "friendly Shark Lagoon" genannt wird. Lebt
ebenfalls grossteils von der Perlenzucht, ca. 600 Einwohner. Die
einzige uns bekannte Unterkunft ist das Soas Guesthouse beim
Omoka Village in der Nähe des Flugareals. Lohnen soll
sich u.a. ein Besuch der kleinen Insel Panko, das ein Vogelparadies
sein soll.
Pukapuka
Das Atoll mit der etwas untypischen Form ist die nördlichste
der Cook Island. Sie wird noch nicht seit allzulanger Zeit angeflogen.
Durch ihre Nähe zu Samoa existiert unregelmässiger Schiffsverkehr
dorthin. Die Hauptinsel des Atolls nennt sich Whale Island
- auf ihr leben praktisch alle der ca.800 Einwohner. Laut unseren
Angaben existiert mittlerweile ein Guesthouse auf der Insel, ansonsten
besteht die Möglichkeit eine private Unterkunft zu beziehen.
Nassau, Suvarrov und Rakahanga
Die anderen drei Inseln der Northern Group Nassau (ca
70 km südöstlich von Pukapuka), Suvarrov -
einem gerade mal 0,4 Quadratkilometer grosser Atollring und Rakahanga
(gut 40 km nördlich von Manihiki) gelten als äusserst
schwer bereisbar. Eine Reise nach Rakahanga scheint noch am ehesten
realistisch, einerseits bedingt durch die geographische Nähe
zu Manihiki, andererseits durch die Tatsache, dass das Atoll
über einen Airstrip verfügt und partiziell angeflogen
werden soll. Die Reise nach Rakahanga indes würde sich sicherlich
lohnen - der sehr kompakte Atollring gilt als sehr reizvoll und
die Bewohner brachten schon die ersten europäischen Besucher der Insel zum staunen
- die Einheimischen gelten als ausserordentlich schöne Leute,
was den spanischen Entdecker und Abenteurer Pedro Fernandez de
Quiros, der das Atoll 1606 berreiste zur Aussage verleiten liess,
dass die Frauen von Rakahanga eindeutige "Vorzüge"
gegenüber den spanischen Frauen auweisen sollen, zumindest,
wenn sie "anständig" gekleidet seien - was immer
er darunter auch verstanden haben mag.
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