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3) Thailand: Lamphung - National Elephant Institute

(3709 Wörter in diesem Text)
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Lamphun
Das National Elephant Institute mit seinem weltbekannten Elefantenhospital


 

National Elephant Institute

Basierend auf einem Tipp der Betreiber des Yum River Guesthouses in Sukhothai machte ich mich per Bus auf in Richtung Lamphun. Etwa 30 km vor der Provinzstadt befindet sich das National Elephant Institute (ehemals Elephant Conservation Center)

 

Das Center dient nicht nur der Ausbildung von Mahuds und derer Arbeitselephanten, angegliedert ist auch ein Hospital für Elephanten, das als führendes Institut seiner Art weltweit gilt.

Das National Elephant Institute ist dabei, seine touristische Infrastruktur auszubauen - nicht zuletzt ist das Center aufgrund Streichungen von Subventionen auf Besucher mehr denn je angewiesen. Wurden bis anhin in erster Linie Gelder durch die jeweils am frühen Nachmittag stattfindenden Shows eingenommen, steht dem Interessierten mittlerweile auch eine akzeptable touristische Infrastruktur zur Verfügung, die es erlaubt, mehrere Tage im Camp zu verweilen. Zudem können auch Tierpatenschaften übernommen werden.

 

Tourist Show im
Nat. Elephant Institute


Morgendusche

Geboten werden Übernachtungsmöglichkeiten in einfachen, aber sauberen Homestays für 500 Bath/Nacht. Kreditkarten werden bis anhin keine akzeptiert und abends muss selber für Verpflegung gesorgt werden - dass kleine angegliederte Restaurant hat nur tagsüber geöffnet.

Ein längerer Aufenthalt, der einige Übernachtungen miteinschliesst ist von unserer Seite unbedingt zu empfehlen! Gerade in den Abend- oder frühen Morgenstunden erhält man einen wesentlich dedizierteren Einblick in das Leben der Mahuds und dem Treiben auf dem Camp als bei der - nach unserem Geschmack doch recht pauschal gehaltenen Touristenshow am Nachmittag.

Zudem geben sich die Mahuds sehr geduldig und gesprächig bei auftauchenden Fragen seitens der Besucher.

 

Ebenfalls weniger bekannt ist, dass das National Elephant Institute Touristen die Möglichkeit gewährt, eine Ausbildung zum Mahud zu absolvieren. Dabei werden in Kursen von drei Tagen, einer Woche oder gar einem Monat unter kompetenter Leitung eines erfahrenen Elefantenführers die wichtigsten Kenntnisse über Elephanten und deren Haltung vermittelt.

Wir haben unter Absprache mit einem der Leiter des Instituts für Euch das Rahmenprogram in deutsch übersetzt. Der Mahudkurs ist eine einmalige Erfahrung, die Euch garantiert zeitlebens in Erinnerung bleiben wird. Definitiv ein Trekkingerlebnis der besonderen Art!

Den Anreiseplan zum National Elephant Institute findet ihr ebenfalls unter dem obigen Link.

Mahud mit Elephant
vor den Homestays

Stallungen
 

Opfer einer Tretmine in Burma - hospitalisierter Elefant


Wie schon erwähnt, ist dem Institut ein Elephanten Spital angegliedert, dass als weltweit führend gilt. Unter anderem bringt auch der britische Nationalzirkus bei ernsthaften Problemen mit seinen Tieren seine Elephanten extra nach Lamphun.

Das hier gezeigte Tier war verletzt im burmesischen Dschungel aufgefunden worden. In monatelanger Arbeit, wurde das Tier zuerst an den Menschen gewohnt, dannach sein verletztes Bein mit Prothesenteilen versehen. Der Elefant befindet sich mittlerweile seit vier Jahren in Pflege.

 


Fussnoten:

Mahuds und Elefanten leben beinahe schon in einer Art Symbiose und bleiben meist ein Leben lang zusammen. Die Ausbildungsphasen eines Elefanten ähneln demjenigen eines Menschen. Das Jungtier wird im Alter von ca. 5 Jahren von der Mutter entwöhnt. Dabei wird ihm ein junger Mann zugewiesen der (oftmals nur wenig älter ist, als das Tier) mit ihm während ca. 6 Jahren die Grundschule vollzieht.

Mit etwa 11-12 Jahren folgt eine Einführungsphase und mit ca. 15-16 Jahren - das Tier ist dann ausgewachsen - folgt unter praktischem Arbeiten, eine Art Lehrlingszeit.

Im Alter von ca. 25 - 40 Jahren ist der Elefant in einem Team; mit ca. 40 - Jahren übernimmt er zusammen mit seinem Mahud die Teamleaderfunktion, wobei er im Stande ist, schwierigste Arbeiten nahezu ohne Anleitung durchzuführen.

Ab 50 Jahren folgt eine Reduzierung des Arbeitspensums, bevor das Tier mit 60 Jahren in Pension geht und bis zu seinem Tode ein Gnadenbrot erhält.

Arbeitselephanten verrichten in unwegsamen Gelände Schwerstarbeit: Sie heben bis 400 kg schwere Baumstämme und schleifen Lasten bis zu 1.5 Tonnen.

Elephanten zählen auch in Thailand zu den bedrohten Tierarten. Unter folgender Adresse können ab 500 Bath Tierpatenschaften übernommen werden, die dem Tier Ausbildung- und Futter sicherstellen:

Friends of the Asian Elephant
36/15 Th. Ram Intra, Bangkhen
Bangkok 10220, Thailand

  


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