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4) Thailand: Chiang Mai

(3406 Wörter in diesem Text)
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Chiang Mai
Handwerkszentrum und Hauptstadt des Nordens


 

Chiang Mai am Abend

Die grösste Stadt des Nordens ist bekannt für seine Handwerkskunst. Der Night Bazar ist zwar mittlerweile zur Touristenattraktion verkommen, dennoch offenbaren sich dem Besucher bei geschickter Verhandlung Schnäppchen, die oftmals nur einen Bruchteil dessen kosten, was in den grossen Touristenzentren im Süden verlangt wird.

 

 

Wer an Kunsthandwerk interessiert ist, sei ein Ausflug in die südöstlich liegenden Dörfer Bo Sang und San Kamphaeng empfohlen - an der Hauptsrasse können viele, der auf den Night Bazars in Chang Rai und Chiang Mai feilgebotenen Gegenstände direkt ab Fabrik gekauft werden.

Die Region gilt als grösstes Zentrum für Kunsthandwerk in ganz Thailand. Die Arbeiten aus Holz, Leder, Lack, Silber und Jade finden oftmals von hier aus ihren Weg in die grossen Touristenzentren im Süden.


Die Schirmfabrik in Bo Sang
 

Die ca. 25 km Wegstrecke nach San Kamphaeng lassen sich am besten per Tuk-Tuk zurücklegen. Dies hat den Vorteil, dass man sich bequem von einer Fabrik in die nächste chaufieren lassen kann.

Allerdings ist eine gewisse Vorsicht geboten: Die Tuk-Tuk Fahrer erhalten oftmals Provisionen für vermittelte Touristen und neigen dazu, lediglich die Orte anzufahren, die für sie in finanzieller Hinsicht lohnenswert sind. Der Preis ist Verhandlungssache, beträgt aber je nach Zeitaufwand ca. 100 - 150 Bath.

 
   

Wat Phrathat, Doi Suthep
 

Ein weiterer lohnenswerter Ausflug in der Umgebung von Chiang Mai ist der Besuch des Klosters Wat Phrathat im Doi Suthep Nationalpark. Nebst herrlicher Aussicht aus der Vogelperspektive des gut 1100 Meter hohen, immergrünen Berges auf die Stadt ist die Wat auf Chiang Mai's Hausberg eine der grossen Sehenswürdigkeiten der Region.

Der ca. 16 km entfernte, nordwestlich der Stadt gelegene Park ist mittels Songtaeo einfach zu erreichen. Die Fahrt startet vom nördlichen Stadttor Chang Puak - in der Farang-Sprache "White Elephant Gate" genannt - und führt in einer etwa halbstündigen Fahrt auf einer Serpentinenstrasse auf den Berg. Zum Bergtempel Wat Phrathat führt am Ende der Strasse eine Treppe mit ca. 300 Stufen. Alternativ existiert eine kleine Standseilbahn, die einem ebenfalls auf den Berg bringt. Der Fussweg über die Treppe ist jedoch wesentlich eindrücklicher und ist der bequemen Variante vorzuziehen.

 

Eine weitere eindrucksvolle Tempelanlage - allerdings neueren Datums findet sich auf dem höchsten Berg Thailands, (2565 m/üM) dem Doi Inthanon.

Die zwei durch eine Treppe verbundenen, riesigen Chedis sind ein beliebtes Wochenendausflugsziel der Einheimischen. Die erst 1994 erstellten Bauwerke vermögen insofern weniger durch ihre Tradition als durch ihre Architektur zu bestechen. Der Doi Inthanon NP liegt gut 50 km südwestlich von Chiang Mai und ist folglich etwas schwerer erreichbar. Oftmals erweitern jedoch Trekkinganbieter, die ihre Trekks im umliegenden Bergland durchführen ihr Angebot mit einem Besuch der Tempelanlagen.


Die Tempelanlage
auf dem Doi Inthanon
 


Fussnoten:

Night Bazars gibt's in jeder grösseren thailändischen Stadt. Sie öffnen meist um ca. 18:00 - 20:00 und schliessen oftmals erst spätnachts. Leider haben viele Bazars ihre Authenzität durch den Touristenandrang verloren - dies gilt insbesondere für den Night Bazar in Chiang Mai. Noch recht urchig ist dagegen der Night Bazar in Chiang Rai, der stark von den einheimischen Bergstämmen frequentiert wird.

Der Begriff "Fabrik" mag etwas irreführend sein - verarbeitet werden zwar ansehliche Stückzahlen, die aber dennoch in Handarbeit erstellt werden. In den meisten Factories zwischen Bo Sang und San Kamphaeng kann man sich die erworbenen Gegenstände per Luft- oder Seefracht nach Hause schicken lassen. das Porto ist hierbei allerdings - vor allem bei schweren Gegenständen - oftmals teurer als der Artikel selber. Das Versenden funktioniert zuverlässig und die Geschäfte sind in der Regel seriös.

Unter dem Begriff Songtaeo versteht man ein Sammeltaxi in Form eines Pick-Ups mit einem durch eine Holzrost und einer darübergespannten Plane gedeckten Ladefläche. Diese Mischung aus Kleinbus und Gruppentaxi ist bedingt durch den niedrigen Preis eines der beliebtesten Fortbewegungsmittel der Einheimischen. Auch für preisbewusste Traveller zu empfehlen, da es sich gleichermassen gemütlich wie auch volksnah Reisen lässt.

  


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