Schneeschuhtour im UNESCO Welterbe Jungfrau-Aletsch
Schneeschuhtour im UNESCO Welterbe Jungfrau-Aletsch
Vier Tage Schneeschuhwandern durch eine der beeindruckendsten Hochgebirgslandschaften der Alpen – mit majestätischen Gipfeln, endlosen Gletschern und atemberaubenden Panoramen.
Ein Erlebnissbericht von Annemarie Rüeber
Tag 1: Start am Jungfraujoch – Schneeschuhwandern im ewigen Eis
Ein tiefblauer Himmel begrüsste uns auf dem Jungfraujoch, als wir aus der Bahn stiegen. Vor uns lag eine unberührte Schneelandschaft, die in der Sonne glitzerte. Nach wochenlanger Vorfreude und intensiver Vorbereitung konnte ich mein Glück kaum fassen: Die Schneeschuhtour ins UNESCO-Welterbe Jungfrau-Aletsch begann!
Bevor es losging, überprüften wir noch einmal unsere Ausrüstung:
- Schneeschuhe mit gutem Grip für das steilere Gelände
- warme Funktionskleidung im Zwiebelsystem
- Sicherheitsausrüstung – darunter LVS-Gerät, Sonde und Schaufen. In hochalpinem Gelände ist diese Standardausrüstung unerlässlich.
Nach einer kurzen Eingewöhnung trafen wir unseren Bergführer und die Gruppe. Dann ging es los – bergab in Richtung Konkordiahütte. Die Szenerie war überwältigend: Links und rechts ragten steile Felsflanken in den Himmel, und der riesige Aletschgletscher erstreckte sich vor uns. Den Abend liessen wir gemütlich ausklingen – mit einem Gläschen Prosecco auf der Hüttenterrasse und einem grandiosen Blick auf die verschneiten Gipfel.
Tag 2: Zur Hollandiahütte – Gletscherpanorama pur
Nach einem luftigen Abstieg über die Konkordia-Treppe führte die Route weiter zur Hollandiahütte (3238 m). Um uns herum erstreckte sich eine alpine Kulisse, die ihresgleichen sucht: endlose Gletscher, schroffe Felsformationen und eine Stille, die nur durch das Knirschen unserer Schneeschuhe unterbrochen wurde. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite, und mit jedem Schritt tauchten wir tiefer in diese hochalpine Winterwelt ein.
Tag 3: Gipfelglück auf der Äbeni Flue (3962 m)
Der nächste Morgen begann mit eisiger Kälte, aber auch mit strahlendem Sonnenschein. Unser Ziel: der 3962 Meter hohe Gipfel der Äbeni Flue. Der Anstieg war fordernd, doch die atemberaubenden Ausblicke belohnten jede Anstrengung. Vom Gipfel bot sich ein unvergleichliches Panorama: Jungfrau, Aletschhorn, Finsteraarhorn und in der Ferne das Monte-Rosa-Massiv – eine Kulisse, die uns für einen Moment sprachlos machte.
Tag 4: Abstieg ins Lötschental – Ein Finale voller Eindrücke
Der letzte Tag unserer Tour führte uns ins Lötschental. Beim Abstieg genossen wir noch einmal die Schönheit dieser einzigartigen Berglandschaft, bevor wir schliesslich müde, aber glücklich auf der Fafleralp ankamen. Diese geführte Schneeschuhtour im Berner Oberland war mehr als nur ein Winterabenteuer – sie erinnerte mich daran, wie wertvoll und schützenswert diese grandiose Natur ist.
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