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Seilschaftscoaching am Sustenpass: Drei Tage, an deren Ende du die Seilschaft führst

3. JULI
2026
Seilschaftscoaching am Sustenpass: Drei Tage, an deren Ende du die Seilschaft führst

Tag 1: Vom Restaurant am Sustenpass bis zur Tierberglihütte

Der Kurs beginnt nicht am Berg. Er beginnt an einem Tisch im Restaurant beim Hotel Steingletscher am Sustenpass, um kurz vor zehn. Kaffee, Karten, sechs Leute, die erzählen, was sie bisher am Berg gemacht haben. Der Bergführer hört zu. Was er hört, entscheidet mit, wie die nächsten drei Tage aussehen.

Dieser Bericht zeigt den ersten Tag des Seilschaftscoachings: den Einstieg in einen Kurs für alle, die lernen wollen, andere sicher durch die Berge zu führen.

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Worum es in diesem Kurs geht

Seilschaftsführung heisst: Wer vorne geht, findet die Route, sichert den Partner und schätzt das Gelände ein. Alles gleichzeitig. Hinten in der Seilschaft gehst du die Route, vorne findest du sie. Dieser Kurs trainiert den Wechsel auf die andere Seite des Seils, drei Tage lang, im echten Gelände.

Das ist keine geführte Hochtour mit Lerneffekt nebenbei. Der Bergführer coacht: Er zeigt vor, lässt dich übernehmen und gibt laufend Feedback, Tipps und Korrekturen. Fehler sind eingeplant. Sie passieren dort, wo jemand danebensteht, der sie auffängt, bevor sie Konsequenzen haben.

Drei Personen sitzen in einer Berghütte an einem Holztisch, eine Person trägt eine Kappe, keine sichtbare Sicherheitsausrüstung.

Briefing, Rucksack, Ausrüstungscheck

Nach dem Kennenlernen im Restaurant verteilt sich die Gruppe auf die Autos und fährt gemeinsam zum Parkplatz. Dort beginnt die erste Lektion, und sie beginnt beim Material: Was gehört in den Rucksack von jemandem, der eine Seilschaft führt? Die Antwort unterscheidet sich von der Packliste eines Mitgehers, und genau diese Differenz ist der rote Faden des Kurses.

Danach folgen die Grundlagen: unter anderem die drei Dinge, die du auf jeder Hochtour im Blick haben musst. Bevor es Richtung Tierberglihütte losgeht, kontrolliert der Bergführer die Ausrüstung aller Teilnehmenden. Kein Formalismus, sondern die erste Führungslektion in der Praxis: Wer führt, prüft, bevor er losgeht.

Mehrere Personen mit Kletterausrüstung und Helmen bereiten sich neben Autos in bergiger Landschaft vor.

Klingt nach deinem nächsten Schritt? Termine und Details findest du auf der Kursseite Seilschaftscoaching.


Zustieg mit Seil: Das Coaching beginnt

Der Zustieg zur Tierberglihütte führt Stück für Stück in alpineres Gelände, der passende Rahmen für den Start des eigentlichen Coachings. Gurte anlegen, Zweierseilschaften bilden. Wer ohne Partnerin oder Partner anreist, wird eingeteilt. Dann lässt der Bergführer die Gruppe das Seil aufnehmen und zeigt, wie man es in diesem Gelände trägt. Erst vormachen, dann erklären, dann übernimmst du.

Ab hier wird abwechselnd geführt. Wer vorne ist, entscheidet: Routenwahl, Tempo, Sicherung. Der Bergführer bleibt nah dran und kommentiert laufend. Nach der Mittagspause wird das Gelände steiler, und mit ihm wachsen die Führungsaufgaben. Was am Vormittag noch Übung im Gehgelände war, ist am Nachmittag Führen in anspruchsvollerem Terrain.

Die Ankunft an der Hütte fühlt sich nach diesem Tag bereits wie ein Etappenziel an. Ist sie auch. Aber der Kurs hat gerade erst angefangen.

Mehrere Personen mit Helmen, Klettergurten und Rucksäcken steigen an einem Fels mit Seilsicherung in den Bergen auf.

Der Abend, an dem sich der Kurs dreht

Schlafplätze beziehen, runter in den Speisesaal, ein Bier. Und dann sagt der Bergführer den Satz, der die Stimmung im Raum dreht: Ab jetzt liegt es an euch. Die Gruppe geht raus und plant die Tour für den nächsten Tag selbst. Der Blick wandert dabei immer wieder zum Anstieg, der schon wartet.

Nach dem Nachtessen folgt eine Einführung in die Navigation mit Karte und Kompass. Dann ist Bettruhe. Führen beginnt nicht am Einstieg, sondern am Vorabend, und der erste grosse Bergtag steht bevor.

Berglandschaft bei Sonnenaufgang mit dunklen Gipfeln und klarem Himmel, keine Personen oder Ausrüstung sichtbar.

Wie es weitergeht

Tag 2 gehört der Seiltechnik an der Tierberglimmi, inklusive Gehen am kurzen Seil am Westgrat. Tag 3 ist die Anwendung: das Sustenhorn, 3'503 m, geführt in eigener Verantwortung, mit Spaltenrettung im Abstieg. Der Bericht dazu folgt im zweiten Teil.

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Voraussetzungen und Fakten

Der Kurs richtet sich an geübte Hochtourengängerinnen und Hochtourengänger: viel Erfahrung mit Pickel und Steigeisen, Klettern im 3. Grad im Vorstieg, Knoten und Grundlagen der Orientierung sitzen.

Dauer

3 Tage, 2 Nächte auf der Tierberglihütte

Saison

Juni bis Oktober

Treffpunkt

Parkplatz Hotel Steingletscher, Sustenpass, 09:45

Preis

CHF 650.- pro Person (4–6 Personen) / CHF 2'600.- pauschal (1–3 Personen)

Inbegriffen

Bergführer*in inkl. Spesen und Halbpension, Hüttenreservation, Kurszertifikat

Nicht inbegriffen

Eigene Übernachtung und Verpflegung, technisches Material

Verantwortung am Berg kann man üben. Tag 1 legt das Fundament dafür, vom Rucksack bis zur ersten eigenen Routenwahl am Seil.

Sichere dir deinen Platz im Seilschaftscoaching am Sustenpass. Kleine Gruppen, viel Zeit vorne am Seil.


OUTDOOR Bergsportschule Grindelwald

Erfahrung aus Generationen: Die Bergsportschule Grindelwald seit 1898.
Bergführer am Oberaarhorn mit Sonnenaufgang im Hintergrund
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